Tourenberichte Wanderungen Kilimanjaro über die Machame Route

Kilimanjaro über die Machame Route

Unvergessliches Trekking durch die Klimazonen

Und dann kommt da auch noch der Gipfeltag, an dem wir nach einer kurzen “Nacht” im Zelt gegen 23:00 Uhr unter einem beeindruckenden Sternenhimmel Richtung Gipfel aufbrachen. Im Schein unserer Stirnlampen kämpften wir uns über sieben Stunden Schritt für Schritt Richtung Uhuru Peak. Die Temperaturen sanken dabei auf bis zu -10 °C, die sich bei dem Wind noch viel kälter anfühlten.

Gegen 05:00 Uhr erreichten wir den Stellar Point und damit den Kraterrand des Kilimanjaro. Damit war der anstrengendste Teil geschafft, die letzten 45 Minuten geht es dann nur mehr sanftmütig Richtung Uhuru Peak auf 5.895 Meter Seehöhe. Dort waren wir, trotz unseres zügigen Tempos, bei Weitem nicht die Ersten und mussten uns für unser Gipfelfoto vor dem legendären Schild regelrecht anstellen. Zum Glück ging währenddessen die Sonne auf und die Temperatur stieg wieder über den Gefrierpunkt. Ein unglaubliches Gefühl das gepaart mit der Freude, Überanstrengung und -müdung sowie dem Sauerstoffmangel die ein oder andere Träne fließen ließ.

Nach 15 Minuten war unserem Bergführer Harold der Trubel am Gipfel wohl zu viel und wir begannen mit dem Abstieg. Zuerst zurück ins Barafu Camp und nach einer kurzen Pause weitere 1.600 Höhenmeter ins Mweka Camp. Insgesamt waren wir 14 Stunden unterwegs (1.200 Höhenmeter rauf, 2.800 Höhenmeter runter), bevor wir fertig aber glücklich in den Schlafsack fielen.

Und obwohl wir alle ein bisschen stolz auf uns waren, gebührt mein größter Respekt dem einheimischen Team und den Trägern vor Ort. Was diese Menschen ermöglichen, ist die eigentliche Spitzenleistung am Kilimanjaro. Insgesamt haben uns 31 Leute den Aufstieg (durchaus komfortabel) ermöglicht. Asante Sana!

Mein Fazit

Eine Besteigung des Kilimanjaros bedeutet am Ende des Tages einerseits sechs Zeltnächte mit tendenziell wenig Schlaf, Verzicht auf Komfort (geduscht wird erst wieder in der Lodge), 60 anstrengende Kilometer, Temperaturen bis zu -10 °C und ein Gipfeltag mit 14 Stunden Gehzeit. Andererseits ein Trekking durch die Klimazonen, unvergessliche Eindrücke, neue Freunde und ein Sonnenaufgang am Dach von Afrika. Ein unbeschreibliches Gefühl, das alle Strapazen (und die vielen Menschen dort) sofort wieder vergessen lässt. Und hey, man hat einen von den Seven Summits bestiegen. Hakuna Matata!

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