Wir waren zwei Tage in Saalfelden Leogang unterwegs – immer auf der Suche nach den schönsten Plätzen für große und kleine Gipfelstürmer. Herausgekommen ist ein Kurzurlaub voller Genuss, Natur und Familienabenteuer – inklusive Tipps und Lieblingsfotos zum Nachmachen.
Zwischen schroffen Kalkriesen und sanften Grasbergen, zwischen adrenalingeladenen Kletter(steig)abenteuern und gemütlichen Wanderungen, zwischen urigen Almen und topmodernen Bergbahnen – Saalfelden Leogang ist ein Paradebeispiel dafür, wie Kontraste harmonieren können.
Mitten im Salzburger Land – umgeben vom Steinernen Meer und den Leoganger Steinbergen – liegt dieses Kleinod für Bergbegeisterte. Ich durfte gemeinsam mit Anna und Leni zwei Tage lang auf Entdeckungstour gehen. Und eines darf ich vorwegnehmen: Die Bergkulisse und Natur der Region haben uns begeistert!
Tag 1: Genuss trifft Geschichte – Steinalm & Einsiedelei

Die Steinalm ist ein Sinnbild für eine familienfreundliche Genusswanderung: Ein kurzer Zustieg (2,7 Kilometer & 420 Höhenmeter), unberührte Natur und hausgemachte Schmankerl zeichnen die Tour aus. Vom Parkplatz Bürgerau geht’s technisch einfach am Naturlehrpfad durch einen Märchenwald, vorbei am Kühloch – einer Karsthöhle – und über saftige Wiesen mit bunten Frühlingsblumen direkt hinein in eine Almidylle, wie man sie sonst nur von Postkarten kennt. Am Ziel auf 1.268 Metern wartet die Steinalm, die uns mit ihrem Panorama und einer verboten guten Brettljause nachhaltig verzaubert hat.
Da der Tag nach dem Abstieg noch jung war, nutzten wir die Zeit für einen Besuch der Einsiedelei – eine der letzten bewohnten Eremitagen Europas. Bereits seit dem 17. Jahrhundert thront sie hoch über Saalfelden.

Nur 130 Höhenmeter oberhalb des Parkplatzes verschmilzt sie förmlich mit den Felsen des Palfen. Anna hat es die Kapelle besonders angetan: Ursprünglich eine natürliche Höhle, wurde sie 1664 von einem Bauernsohn zu einer Kapelle ausgebaut, die heute mit ihrem Altar, Heiligenfiguren und dem Duft von Weihrauch ein spiritueller Rückzugsort ist. Eine ganz besondere Magie wohnt diesem Ort inne.
Kombiniert ergibt das Wanderduo Steinalm-Einsiedelei ein tagesfüllendes Programm für die ganze Familie – mit köstlichem Essen, Kultur und unzähligen Fotomotiven.
Tag 2: Der Asitz – ein Berg für alle Sinne

Der zweite Tag am Asitz, dem Berg der Sinne, entpuppte sich als unser persönliches Highlight. Rund um die Berg- und Mittelstation der Asitzbergbahn findet man hier liebevoll gestaltete Attraktionen – verbunden durch Leo’s Spielewanderweg. Neben den imposanten Blicken in die Hohen Tauern – die sich bei uns noch in ihren schönsten weißen Kleidern präsentierten – haben uns folgende Aktivitäten besonders gefallen:
TONspur-Inseln
Entspannen mit Soundtrack – auf den überdachten Holzliegen der TONspur-Inseln wird Musik zum Naturerlebnis. Die Klänge, die es hier zu hören gibt, wurden direkt am Asitz aufgezeichnet und verschmelzen mit dem Panorama zu einem besonderen Hörgenuss.
Naturkino
Film ab für den größten Blockbuster: die Natur! Im Naturkino am Asitz genießt man auf bequemen Holzliegen oscarreife Special Effects und Soundtracks: Wolkenkino, Gipfelpanorama und die wohltuende Stille der Berge.
Sinne Park
Der Name ist Programm: Im Herzen des Asitz wartet bei der Mittelstation ein Spielplatz mit rund 30 Stationen, die alle Sinne ansprechen. Riechen, Hören, Fühlen und Schmecken – hier wird’s nicht langweilig. Leni war von der Wasserspirale fasziniert – zum Glück konnten wir sie mit Aussicht auf ein Mittagessen in der kinderfreundlichen Stöcklalm weglocken.
Stille Wasser
Ein Platz zum Abschalten: Der kleine Speichersee oberhalb der Mittelstation liegt wie gemalt in der Landschaft. Besonders nach einem langen Tag auf den Beinen ist der Kneippbereich eine Wohltat – für Füße, Kreislauf und Seele.
Hoteltipp mit bester Aussicht

Natur pur, Komfort deluxe – das Puradies war unser Basecamp. Mitten in 300.000 m² autofreier Natur bietet das Resort Platz zum Durchatmen. Leni war Stammgast im Streichelzoo, während wir im beheizten Outdoor-Pool und Naturbadeteich die Seele baumeln ließen. Das Bio-Frühstück mit Blick in die Leoganger Steinberge war dann noch das Tüpfelchen auf dem i.
Tipp: Saalfelden Leogang Card
Mit der Saalfelden Leogang Card könnt ihr zahlreiche Angebote kostenlos nutzen. Zum Beispiel gibt’s im Sommer täglich zwei Berg- und Talfahrten mit den Leoganger Bergbahnen (inkl. Biketransport), freien Eintritt in ausgewählte Museen sowie unbegrenzten Badespaß in den örtlichen Schwimmbädern. Und das Beste: Die Karte gibt’s einfach beim Check-in in teilnehmenden Partnerbetrieben wie dem Puradies dazu – Urlaub, wie er sein soll.
Fazit: Ein Ort zum Wiederkommen
Saalfelden Leogang ist so kontrastreich wie seine Landschaft. Egal ob Genusswanderer, Gipfelstürmer oder Familien – hier findet jeder seine Bergmomente. Und weil es so schön war, komme ich im August gleich wieder – diesmal zum Bergsteigen mit meinem Bruder. Da wartet das Birnhorn auf uns, das mich bei jedem Blick hinauf leise gerufen hat: „Nächstes Mal bin ich dran.“
