Schaukeln, balancieren, Rätsel lösen und mit dem Mountaincart ins Tal flitzen: Wir haben die Erlebnisalm Mönichkirchen gemeinsam mit unserer zweieinhalbjährigen Tochter erkundet. Dabei wurde schnell klar, dass der Schaukelweg weit mehr zu bieten hat, als sein Name zunächst vermuten lässt.
Aus eigener Erfahrung wissen wir: Wandern mit Kleinkind funktioniert besonders gut, wenn der Weg selbst zum Abenteuer wird. Wenn nach wenigen Minuten bereits die nächste Action wartet, es etwas zu entdecken gibt und niemand ständig fragen muss, wie weit es noch ist.

Genau das haben wir mit dem Schaukelweg auf der Erlebnisalm Mönichkirchen gefunden, die wir im Rahmen unserer Entdeckungsreise durch Niederösterreich mit den Freunden der Berge besucht haben.
Der Schaukelweg im Überblick
- Lage: Österreich / Niederösterreich / Wiener Alpen
- Ausgangspunkt: Erlebnisalm Mönichkirchen
- Höhenmeter & Distanz: 136 hm | 2,7 km
- Höchster Punkt: 1.315 Meter
- Schwierigkeit: Leichte Wanderung, jedoch nicht kinderwagentauglich; man braucht auf jeden Fall eine Kraxe
- Link zum Selberplanen: erlebnisalm.com
Bequem hinauf auf die Mönichkirchner Schwaig
Von der Talstation brachte uns die 4er-Sesselbahn Sonnenbahn bequem hinauf zum Ausgangspunkt des Schaukelwegs. Das Liftpersonal ist auch hier bestens auf Familien eingestellt und half uns unkompliziert mit Kind, Rucksack und Kraxe.
Wie das Sesselliftfahren mit Kleinkind funktioniert und warum man davor nicht allzu viel Respekt haben muss, haben wir bereits in unserem Beitrag Abenteuer Annaberg ausführlicher beschrieben.
In Mönichkirchen lief es ähnlich entspannt ab: Die Kraxe konnte separat mit dem nächsten Sessel nach oben geschickt werden, sodass wir beim Einsteigen beide Hände für unsere kleine Maus frei hatten. Kaum an der Bergstation angekommen, beginnt dann auch schon das eigentliche Abenteuer.
Der Schaukelweg: viel mehr als nur Schaukeln

Der Name lässt zunächst vermuten, dass sich entlang des Weges vor allem verschiedene Schaukeln aneinanderreihen. Die gibt es natürlich – und zwar in den unterschiedlichsten Varianten. Tatsächlich ist der Schaukelweg aber wesentlich abwechslungsreicher.
Neben klassischen Schaukeln warten Rutschen, Wippen, Balancierstationen, eine Seilrutsche, Hängematten und viele weitere Spielmöglichkeiten. Jede Station ist liebevoll gestaltet. Manche liegen aussichtsreich auf den offenen Wiesen, andere verstecken sich mitten im Wald.
Angenehm empfanden wir die Dichte der Stationen. Besonders in der zweiten Hälfte muss man oft nur wenige Minuten gehen, bevor schon die nächste Spielmöglichkeit auftaucht. Dadurch wird der Weg für Kinder nie langweilig und die teils kurzen Abschnitte dazwischen können von den kleinen Entdeckern selbst bewältigt werden. Genau so soll eine Wanderung mit Kleinkind für uns sein.
Unsere Lieblingsstationen: Milchkannenkegeln & Balancier Parcours
Zu unseren Lieblingsstationen zählte eindeutig das Milchkannenkegeln. Dabei wird man selbst zur Bowlingkugel und muss so viele Milchkannen wie möglich umkegeln.
Unsere Maus war für das eigenständige Kegeln zwar noch ein wenig zu klein, beim Zuschauen dafür umso begeisterter. Nach jedem Versuch kam sofort die Aufforderung: noch einmal! Und auch Anna hatte ordentlich Spaß. Ich bin mir sicher, dass wir auch ohne die Anfeuerungsrufe, mehrmals gekegelt hätten 😂.
Ähnlich lässig fand ich den Balancier Parcours durch den Wald. Über unterschiedliche Elemente geht es Schritt für Schritt talwärts – kleinere Kinder brauchen vielleicht noch eine helfende Hand.
Mit Lella auf der Suche nach dem Schaukellachen
Noch kurzweiliger wird der Schaukelweg durch die digitale Rätselrallye „Lella und das Schaukellachen“, bei der man von Maskottchen Lella über den Berg begeleitet wird. Das benötigte Rätselsackerl dafür kann man sich für € 7,90 im Shop bei der Talstation holen. Darin befindet sich unter anderem der Rätselpass, der gemeinsam mit dem Handy durch die Rallye führt.
Bei insgesamt sieben Stationen muss man kleine Aufgaben lösen, um sich jeweils einen Buchstaben des Lösungswortes zu verdienen. Die Rätsel sind abwechslungsreich und kinderfreundlich gestaltet. Während ältere Kinder vermutlich schon selbstständig tüfteln können, brauchte unsere Maus natürlich noch unsere Unterstützung. Sie war trotzdem mit Begeisterung dabei.
Mit dem errätselten Lösungswort durften wir uns bei der Kassa an der Talstation eine kleine Belohnung aussuchen. Wir finden, die Rätselrallye ist eine tolle Ergänzung zum Schaukelweg. Sie verwandelt die Wanderung in eine kleine Schatzsuche.
Zwischen Wald, Wiesen und Weitblick
Bei all den Spielmöglichkeiten bleibt auch die Natur nicht auf der Strecke. Der Schaukelweg führt über Wiesen und durch Waldstücke, vorbei an großen Ameisenhaufen und durch ruhige Abschnitte, in denen man den Vögeln beim Singen zuhören kann.
Besonders schön ist die Aussichtsplattform am höchsten Punkt mit ihren einladenden Bänken. Von hier öffnet sich der Blick über die umliegende Berg- und Hügellandschaft der Buckligen Welt und des Wechsellands. Kein hochalpines Gipfelmeer, zugegeben. Dafür eine wunderbar grüne, sanfte Landschaft, in der man gerne etwas länger verweilt.
Die letzten Meter führt der Weg über die offene Wiese der Skipiste zurück in Richtung Bergstation. Generell ist der Weg nicht für den Kinderwagen geeignet. Für Kleinkinder, die noch nicht die ganze Runde selbst gehen, würden wir daher unbedingt eine Kraxe empfehlen. Keine Kraxe? Kein Problem! Rückentragen können für € 13,90 Leihgebühr pro Tag im Verleih ausgeborgt werden.
Gemütliche Einkehr auf der Mönichkirchner Schwaig
Am Start bzw. Ziel des Schaukelwegs gibt es mehrere Möglichkeiten für eine wohlverdiente Einkehr. Wir entschieden uns für den Berggasthof Mönichkirchner Schwaig.
Besonders gefiel uns die urige Gaststube in der das wohlverdiente Schnitzel gleich doppelt gut schmeckte. Eine Pause vor der Mountaincartfahrt ist außerdem keine schlechte Idee. Denn das Finale wird rasant!
Unser absolutes Highlight: Mit dem Mountaincart zurück ins Tal
Das Beste kommt bekanntlich zum Schluss. In unserem Fall waren das drei Räder, zwei Bremsen und eine über zwei Kilometer lange Naturstrecke hinunter zur Talstation.

Direkt bei der Bergstation stehen Mountaincarts in unterschiedlichen Größen bereit. Nach einer kurzen Einführung und mit Helm ausgestattet kann es losgehen. Die Strecke führt über Wiesen und durch den Wald, über Kurven und Wellen immer weiter talwärts. Wie schnell man flitzt, lässt sich natürlich über die beiden Bremsen selbst bestimmen.
Kinder, die noch nicht selbst fahren dürfen (man muss mindestens 135 cm groß und 6 Jahre alt sein), können bei einem Erwachsenen am Schoß mitfahren. Ein fixes Mindestalter gibt es dafür nicht. Wichtig ist, dass sich das Kind während der Fahrt selbstständig festhalten kann, damit die fahrende Person beide Hände zum Lenken und Bremsen frei hat. Helme stehen an der Bergstation kostenlos zur Verfügung.
Da sich unsere Maus bereits gut am Lenker festhalten konnte, flitzten wir gemeinsam ins Tal. Und was sollen wir sagen? Seit diesem Ausflug ist kaum ein Tag vergangen, an dem sie nicht gefragt hat, wann wir wieder Mountaincart fahren. Praktisch fanden wir, dass wir Kraxe und Rucksack mit dem Sessellift hinunterschicken konnten. Als wir mit den Carts an der Talstation ankamen, wartete unsere Ausrüstung bereits auf uns.
Unser Fazit
Der Schaukelweg auf der Erlebnisalm Mönichkirchen ist eine richtig schöne Familienwanderung, bei der garantiert keine Langeweile aufkommt. Die Runde ist mit 2,7 Kilometern überschaubar und dank der liebevoll gestalteten Spielstationen äußerst kurzweilig. Es wird geschaukelt, gerutscht, balanciert, gekegelt und gerätselt. Dazwischen bleibt genügend Zeit, um Ameisen zu beobachten, den Vögeln zuzuhören oder den Blick über die grüne Landschaft schweifen zu lassen.

Die digitale Rätselrallye mit Lella gibt dem Weg einen zusätzlichen roten Faden. Das große Highlight war für uns aber ganz klar die Mountaincartfahrt ins Tal. Unsere kleine Maus hätte am liebsten sofort wieder im Sessellift Platz genommen und wäre noch einmal gefahren.

Gerade wenn ihr einen Familienausflug sucht, bei dem nicht der sportliche Anspruch, sondern Bewegung, Natur und gemeinsame Erlebnisse im Vordergrund stehen, können wir euch die Erlebnisalm Mönichkirchen wirklich ans Herz legen. Alles, was man dort als Familie erleben kann, findet ihr auf einer eigenen Landingpage auf der offiziellen Website.
Anreise zur Erlebnisalm Mönichkirchen

Die Erlebnisalm liegt nur rund eine Autostunde von Wien entfernt. Die Talstation ist über die A2 und die Wechselbundesstraße erreichbar. Auch die öffentliche Anreise ist unkompliziert: Mit dem Zug geht es bis Aspang, von dort fährt der Regionalbus 371 direkt zur Talstation der Sonnenbahn.
Tipp: Die Freunde-der-Berge-Karte
Wer die niederösterreichischen Bergbahnen Annaberger Lifte, Ötscherlifte, Hochkar Bergbahnen oder die Erlebnisalm Mönichkirchen öfter besuchen möchte, sollte sich die Freunde-der-Berge-Karte einmal ansehen.

Sommer- und Wintertickets lassen sich damit bereits vor dem Ausflug online aufladen – immer günstiger als direkt an der Kassa. Zusätzlich profitieren Mitglieder von verschiedenen Vergünstigungen und exklusiven Angeboten bei den vier Bergbahnen und ausgewählten Partnerbetrieben.
