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Ötscher über Rauher Kamm [360°]

Wunderschöne Gratwanderung mit Rocky Mountains Feeling

Der Rauhe Kamm auf den Ötscher zählt für mich zweifelsohne zu den schönsten Gratwanderungen in Niederösterreich. Immer aussichtsreich führt der Weg mit abwechslungsreichen Klettereinlagen auf den herrlichen Aussichtsberg in den Ybbstaler Alpen.

Tourdaten

  • Ausgangspunkt: Parkplatz Ötscherlifte
  • Höhenmeter & Distanz: 1.100 hm | 15 km
  • Höchster Punkt: 1.893 Meter
  • Schwierigkeit: Ambitionierte Bergwanderung mit leichter Kraxelei (1+)
  • Gemacht am: 21. Mai 2020

Tourenbeschreibung Rauher Kamm

Der Ötscher wird nicht umsonst “Vaterberg” genannt. Mächtig präsentiert er sich von allen Seiten und ist durch seine Alleinstellung bereits aus 100 Kilometer Entfernung zu erkennen. Kein Wunder also, dass er seit jeher Bergbegeisterte aus allen Himmelsrichtungen in seinen Bann zieht. Der meiner Meinung nach schönste Anstieg auf den Ötscher führt über den Rauhen Kamm, der mich mit seinem gestuften Aufbau ein bisschen an die Rocky Mountains erinnert. Da der Gipfel nur 1.893 Meter hoch ist, ist der Weg meistens früh im Jahr schneefrei und zählt für mich damit zu den perfekten Eingehtouren für die kommende Saison. Diesmal war ich mit Markus und Paze unterwegs.

Rauher Kaumm auf den Ötscher

Beim Rauhen Kamm gilt wieder einmal das Motto: Schönheit hat ihren Preis. Denn so viel Spaß die Wanderkraxelei auch macht, so – nennen wir das Kind beim Namen – zach ist auch der Zu- und Abstieg. Vom Parkplatz bei den Ötscherliften geht es zuerst drei Kilometer die Straße entlang nach Raneck und von dort noch einmal weitere drei Kilometer mehr oder weniger eben über eine Forststraße, bis der eigentliche Anstieg beginnt. Und der ist die erste Stunde auch nicht gerade spektakulär. Durch einen Wald muss man sich ca. 600 Höhenmeter hochschrauben, bevor man am Kamm steht und der Spaß beginnen kann.

Rauher Kamm als 360° Tour

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Was dann – zumindest bis zum Ötscherschutzhaus – kommt, ist die Mühen aber alle Mal wert. Der Rauhe Kamm beeindruckt mich immer wieder mit seiner Schönheit, seinem Abwechslungsreichtum zwischen Geh- und leichten Kletterpassagen und dem alpinen Ambiente, das man hier bereits ab 1.500 Meter bekommt. Irgendwie kann man kaum glauben, dass man mitten in Niederösterreich steht. Nach einer guter Stunde Kraxelei erreichten man das Steigbuch und den Ausstieg, von dem aus es noch ca. 10 Minuten zum Gipfel des Ötschers sind.

Von der Ernsthaftigkeit sollte man die Tour auf keinen Fall unterschätzen – auch wenn die Kletterpassagen nur mit 1+ bewertet sind. Der Rauhe Kamm ist immer wieder ausgesetzt, was Schwindelfreiheit und Trittsicherheit unabdingbar macht. Ich würde dringend empfehlen, die Tour nur bei guten Wetterverhältnissen zu gehen.

Abstieg vom Ötschergipfel

Vom Ötschergipfel geht es zunächst landschaftlich schön und aussichtsreich zum Ötscherschutzhaus (der ersten Einkehrmöglichkeit – also genug zum Essen und Trinken mitnehmen). Nach einer kleinen Rast könnte man – sofern in Betrieb – entweder knieschonend mit dem Sessellift zum Parkplatz zurückfahren oder die letzten gut 600 Höhenmeter über den Wanderweg absteigen. Dieser ist nicht besonders schön und teilweise recht steil entlang der Piste. Da bei uns der Lift noch nicht in Betrieb war, wurde und die Entscheidung abgenommen. Immerhin ein gutes Training für die Oberschenkel.

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