Bergliebe in Blogform aus Österreich

Auf Safari in Tansania

Ein unvergessliches Erlebnis in Afrika

Ehrlich gesagt war ich mir unsicher, ob ich überhaupt eine Safari in Tansania buchen soll. Schließlich sind sie ganz schön teuer und man hat ja alles schon im Zoo gesehen, oder? Heute weiß ich: So einfach ist die Rechnung nicht!

Ich habe meine Safari im Paket mit einer Kilimanjarobesteigung 2018 gebucht. Unsere Tour dauerte fünf Tage und führte uns durch drei der wichtigsten Parks der Region. Den Tarangire National Park, die Serengeti und den Ngorongoro Krater.

Tarangire National Park

Am ersten Tag stand der Tarangire National Park am Programm. Obwohl er im Reiseführer mit seinen Affenbrotbäumen als einer der schönsten Parks angepriesen wurde, hat er uns irgendwie nicht überzeugt. Die Gegend ist zwar landschaftlich schön und für uns war alles neu, dennoch wollte keine richtige Safaristimmung aufkommen.

Eigentlich ist der Tarangire National Park für seine großen Elefantenherden bekannt, wir haben jedoch nur in letzter Minute eine kleine Familie mit drei Tieren gesehen. Vielleicht hatten wir einfach nur Pech … Auf jeden Fall war die Pirschfahrt nach vier Stunden vorbei und wir verließen den Park mit gemischten Gefühlen.

Serengeti National Park

Am zweiten Tag ging es weiter in die Serengeti. Der Name stammt aus der Sprache der Massai und bedeutet „endlose Ebene“. Wer einmal durch die Savanne gefahren ist, versteht warum: Graslandschaft so weit das Auge reicht. So habe ich mir Afrika vorgestellt. Ein Landschaftsbild, wie ich es davor noch nie gesehen hatte und mit Sicherheit Bilder, die ich nie vergessen werde.

Genauso wie das „Halisi Tented Camp“, das jedes Jahr in der Trockenzeit mitten in der Serengeti aufgeschlagen wird und für zwei Nächte unser „Basecamp“ war. Spätestens hier – mitten in der Natur – kam echtes Safarifeeling auf. Man schläft uneingezäunt mitten in der Wildnis, hört in der Nacht Löwen und Hyänen und beobachtet morgens beim Zähneputzen Giraffen. Besser geht’s nicht! Wer auf etwas Komfort verzichten kann, sollte sich hier unbedingt einmal einquartieren.

Die Safari in der Serengeti war ebenfalls mehr als beeindruckend. Wir konnten Löwen, Büffel, Antilopen, Giraffen, Flusspferde, Affen, Leoparden, Geparden, Elefanten, die unterschiedlichsten Vögel und vieles mehr aus nächster Nähe beobachten.

Einzige Wermutstropfen: Wir statteten der Serengeti unseren Besuch im Juli und damit der Hochsaison ab. In der Parkmitte tummelten sich unzählige Autos. Zum Glück waren wir drei Tage dort und konnten so auch die etwas abgelegeneren Winkel entdecken. Außerdem befindet sich die große Wanderung der 1,5 Millionen Gnus im Juli und August ganz im Norden der Serengeti (eigentlich schon in Kenia) – in Tansania ist man eher in der Parkmitte und den südlicheren Regionen unterwegs. Dieses einzigartige Naturphänomen konnten wir also leider nicht erleben.

Ngorongoro Krater

Der Ngorongoro Krater ist mit einem Durchmesser von rund 20 Kilometern und einer Kraterhöhe von 400 – 600 Metern ein Mikrokosmos für sich. Er ist für seine großen Tierherden bekannt und zählt weltweit zu den Regionen mit der höchsten Raubtierdichte.

Der größte nicht mit Wasser gefüllte Krater der Welt wird oft als achtes Weltwunder bezeichnet. Zurecht! Es ist beeindruckend, wenn man sich früh morgens ein paar hundert Höhenmeter mit dem Auto in den Krater hinunterschlängelt und dort, egal in welche Himmelsrichtung man blickt, riesige Herden von Gnus, Zebras, Büffel oder Antilopen beobachten kann.

Am Nachmittag flossen bei uns die Wolken über den Rand Richtung Kraterboden, um sich am Weg nach unten wieder aufzulösen. In diesem magischen Ambiente eine Pirschfahrt zu machen und diese unglaubliche Menge an wilden Tieren sehen zu dürfen, ist eine meiner schönsten Erinnerungen an unsere Afrikareise. Wenn man es irgendwie einrichten kann, darf man den Ngorongoro Krater samt einer Nacht in der bezaubernden Rhino Lodge auf keinen Fall auslassen.

Safari in Tansania – mein Fazit

Mit dem richtigen Anbieter, der möglichst gut auf das Wohl der Tiere achtet, ist eine Safari ein großartiges Abenteuer! Wenn eine Elefantenfamilie vor dir die Straße quert und man realisiert, dass man selbst (und nicht die Tiere) im Käfig sitzt, ist das einfach nur schön und mit keinem Zoobesuch der Welt vergleichbar.

Was ich anders machen würde? Vielleicht nicht in der Hochsaison fliegen und die Reisezeit bzw. den Ort der Safari an der großen Wanderung der Gnus orientieren. Von der Länge haben fünf Tage gut gepasst, länger braucht man meiner Meinung nach nicht.

Über mich
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Ich heiße Daniel, bin Mitte 30 und komme aus Oberösterreich. Ich möchte auf Rauf und Davon meine Liebe zu den Gipfeln dieser Welt teilen und euch damit für euer nächstes Bergabenteuer inspirieren. Dir gefallen meine Berggeschichten? Dann folge mir doch und verpasse keine Inspiration mehr:

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