Mureck (2.402 m): Skitour im Großarltal

Highlight im Skitouren-Eldorado Großarltal

Oh, du schönes Mureck! Was für ein genialer Berg du doch bist. Nicht umsonst gilt das Großarltal als Skitouren-Eldorado. Unzählige Almen verwandeln sich im Winter in perfekt geneigte Hänge, die beim Aufstieg – und noch mehr bei der Abfahrt – für Freude sorgen. Wie so oft ist es auch hier der Talschluss, in dem sich die schönsten Schmankerl verstecken. Eines davon ist die Skitour auf das Mureck.

Toureninfos

Tourenbeschreibung der Skitour auf das Mureck

Die Skitour auf das Mureck stand schon lange auf meiner Wunschliste. Bisher hatte es aber einfach nicht sein wollen. Entweder machte mir das Wetter einen Strich durch die Rechnung oder die Lawinenlage war zu angespannt. Diesmal hat aber endlich alles gepasst!

Aufstieg auf das Mureck

Bei zapfigen -14,5 °C schnallte ich um 07:30 am großen Parkplatz im Talschluss des Großarltals meine Tourenski an. Zum Glück muss gleich am Anfang eine etwas steilere Wiese überwunden werden. “Ideal, um bei dieser Kälte auf Betriebstemperatur zu kommen”, dachte ich mir. Hat man den ersten Aufschwung hinter sich gebracht, verläuft die Spur auf der Forststraße zur Kreealm. 

Danach folgt ein Hochwald, in dem sich die Spur aufspaltet. Bis hierhin teilen sich nämlich das Mureck und sein beliebter Nachbar, das Schöderhorn, den Aufstiegsweg. Möchte man auf das Mureck hält man sich im Kreekar links (unterhalb der Murwand). Die Spur auf das Schöderhorn verläuft rechts hinauf. Warum ich mich für das etwas niedrigere Mureck entschieden habe? Weil es hier ruhiger ist. Während auf das Schöderhorn oft – wie auch bei mir – Karawanen hochziehen, ist man am benachbarten Mureck fast alleine. 

Blick auf das Mureck von der Kreealm
Links die Murwand, in der Mitte das Mureck und rechts das Schöderhorn

Also stieg ich unterhalb der Murwand weiter auf. Ich fühlte mich beinahe wie in der Antarktis. Einsamkeit, Kälte und das weite Kar sorgten für eine eindrucksvolle Stimmung, die von den ersten Sonnenstrahlen, die mein Gesicht wärmten, versüßt wurde. Dank der Exposition der Tour zeigt sich die Sonne erst sehr spät – vor allem wenn man so früh startet wie ich. 

Beim Blick auf die perfekt gewellten Böden kam bereits jetzt unglaubliche Vorfreude auf die Abfahrt auf. Während im Gipfelbereich vom Schöderhorn schon einige Spuren-Teppiche lagen, war das Gelände rund um mich so gut wie unverspurt. Lediglich eine Linie zog sich durch die verschneiten Hänge zu meiner Rechten, in denen ich schon meine Abfahrtsroute suchte.  

So erreichte ich – fast schneller als mir lieb war – das Murtörl. Auf dem 2.260 Meter hohen Pass wurde ich von einem eiskalten Wind in Empfang genommen, der mich die letzten 140 Höhenmeter begleitete. Gemeinsam kämpften wir uns den letzten Aufschwung zum Gipfel hoch.

Am Mureck auf 2.402 Meter angekommen, war ich immer noch komplett alleine. Ich blickte zurück zum Murtörl, niemand kam nach. Ganz anders ging es Richtung Schöderhorn zu. Unten im Kar konnte ich einige Gruppen sehen, die in Richtung meines 2.475 m hohen Nachbarn unterwegs waren. 

Ich nutzte das traumhafte Wetter, um ein paar Fotos zu schießen und mir eine kleine Gipfeljause zu gönnen. Da es aber immer noch relativ kalt war und der Wind nicht gerade zur Gemütlichkeit beitrug, packte ich mich nach rund 20 einsamen Minuten zusammen und machte mich abfahrtsfertig. Mittlerweile kamen auch die ersten anderen Tourengeher hoch. Ein perfektes Timing!

Abfahrt vom Mureck

Bis zum Murtörl war von gepresstem Harsch bis weichem Pulver alles dabei. Ab dem windgeschützten Kreekar herrschten dann durchgehend perfekte Verhältnisse: feinster Powder und unverspurte, glitzernde Hänge. Schöner kann man sich eine Abfahrt nicht vorstellen. So wedelte ich genussvoll hinunter zur Kreealm und glitt von dort – mit dem ein oder anderen Abschneider – über die Forststraße zurück zum Parkplatz. 

Skitour: Abfahrt vom Mureck im Großarltal

Mit dem Aufruf des Videos erklärst du dich einverstanden, dass deine Daten an YouTube übermittelt und Cookies gesetzt werden und dass du die Datenschutzerklärung gelesen hast.

Fazit

Unterm Strich ist das Mureck eine herrliche Genussskitour. Sie hat mich konditionell gefordert, technisch stellt sie aber keine große Herausforderung dar. Erwischt man so einen Traumtag wie ich, ist vor allem die Abfahrt jeden einzelnen Höhenmeter wert. 

Achtung: Die Skitour sollte man ausschließlich bei entspannter Lawinenlage machen. Die Hänge unterhalb der Murwand sind sehr steil und die normale Aufstiegsspur verläuft in ihrem Einzugsgebiet. Also bitte nur bei sicheren Verhältnissen gehen!

Mein Wanderhoteltipp im Großarltal: Hotel Alte Post

Die besten alpinen Wanderhotels sind das perfekte Basecamp für dein Bergabenteuer. Sie stehen für beste Lage, geführte Touren, alpine Kompetenz & familiäre Herzlichkeit.

  • Hotel Alte Post: Mitten in den Bergen, mitten im Geschehen
  • Preis inkl. Halbpension:
    Sommer: ab 130 € | Winter: ab 154 €
  • Kategorie: ★★★★
© Matthias Warter


Bezahlte Partnerschaft

Wer hier schreibt
Griaß di!
Griaß di!
Ich heiße Daniel, bin Mitte 30 und komme aus Österreich. Ich möchte euch mit Rauf und Davon dazu inspirieren, die Schönheit unserer Berge zu entdecken. Dir gefallen meine Geschichten? Dann folge mir doch ♥
Aktuelle Lieblingsgeschichten
❤ Bleiben wir in Kontakt ❤
1,512FansGefällt mir
3,376FollowerFolgen
125FollowerFolgen

Newsletter abonnieren

Verpasse keine Berggeschichten mehr. Als Dankeschön gibt's einen -20% Code für meinen Etsy Shop:

Ich verspreche, dass ich keinen Spam versende! Zur Datenschutzerklärung.

- Anzeige -

Das könnte dich auch interessieren

Ausgecheckt: Der BACH Molecule 30L Rucksack

Der BACH Molecule 30L ist ein leichter und gleichzeitig...

Gastein Guide: Die schönsten Wanderungen und Ausflüge

Diese Wanderungen und Ausflüge im Salzburger Gasteinertal dürft ihr nicht verpassen. Von Sportgastein über den Stubnerkogel bis zum Höhenweg.

Pinzga Hatscha: Der Weitwanderweg durch Salzburgs Bergwelt

Der Pinzga Hatscha verläuft abwechslungsreich wie kaum ein anderer Weitwanderweg durch die schönsten Bergregionen des Pinzgaus.

Laserer alpin-Klettersteig direkt über dem Gosausee

Der Laserer alpin-Klettersteig überrascht mit einer untypischen Routenführung und wunderbarer Aussicht auf den Dachstein und seine Trabanten. 

Gasteiner Höhenweg: Wanderung im Gasteinertal

Der familienfreundliche Gasteiner Höhenweg zwischen Gastein und Hofgastein zählt zu den beliebtesten Wanderwegen im Salzburger Gasteinertal.

Wanderung um den Vorderen Gosausee

Die Gosauseen zählen zu den schönsten Seen des Landes. Eine einfache Wanderung führt um das Naturjuwel im oberösterreichischen Traunviertel.