Mit „Eisbrecher“ und „Schneekönigin“ bietet das Kitzsteinhorn zwei Pistenskitouren, die besonders aufgrund ihrer Höhenlage interessant sind. Aussichtsreich schlängeln sie sich am Pistenrand vom Langwiedboden (1.976 m) zur Bergstation des Maurerlifts (2.875 m).
Toureninfos
- Lage: Österreich / Salzburg / Glocknergruppe
- Ausgangspunkt: Parkplatz Panoramabahn Kitzsteinhorn
- Höhenmeter & Distanz Eiskönigin: 899 hm | 5,2 km
- Höhenmeter & Distanz Eisbrecher: 474 hm | 2,5 km
- Höchster Punkt: 2.450 Meter (Schneekönigin) / 2.875 Meter (Eisbrecher)
- Schwierigkeit gemäß SAC-Skitourenskala: wenig schwierige Pistenskitour (WS-)
- Gemacht im: Jänner 2026
- Link zum Selberplanen: alpenvereinaktiv
Tourenbeschreibung Eiskönigin & Eisbrecher
Zugegeben: Am liebsten bin ich abseits der Piste unterwegs. Aber es gibt (leider immer öfter) Zeiten, an denen die Schneelage im Gelände nicht ausreicht oder die Lawinenlage zu angespannt ist. Dann sind Pistenskitouren eine willkommene Alternative – besonders, wenn sie so aussichtsreich daherkommen wie am Kitzsteinhorn.
Mit der Bahn zum Ausgangspunkt
Eintrittskarte in den schneesicheren Winterspielplatz rund um das Kitzsteinhorn ist eine Bahnfahrt. Mit dem Gletscherjet oder der Panoramabahn schwebt man bequem zum Langwiedboden (1.976 m), dem Ausgangspunkt der beiden Pistenskitouren. Bei einer Infotafel starten die ausgeschilderten Routen „Eisbrecher“ und „Schneekönigin“.
Ein entsprechendes Berg- und Talfahrt-Ticket braucht’s dafür – aktuelle Preise findet man auf der Website des Kitzsteinhorns.
Der Aufstieg: Sicher, aber nicht ohne Anspruch
Der Wegverlauf ist schnell erzählt: Man steigt entlang der beschilderten Route ausschließlich am Rand der Piste auf. Beide Routen verlaufen bis zum Alpincenter (2.450 m) identisch. Für die „Schneekönigin“ ist dort Schluss – der „Eisbrecher“ zieht weiter zur Bergstation des Maurerlifts (2.875 m). Dort gibt es ein steiles Finale entlang der schwarzen Piste Nr. 5a.
Technisch sind der „Eisbrecher“ und die „Schneekönigin“ – gemessen an anderen Pistenskitouren – kein Spaziergang. Vor allem der erste Aufschwung direkt beim Langwiedboden sowie das Finale entlang einer schwarzen Piste fordern etwas Technik und eine solide Gewichtsverteilung. Absoluten Einsteigern würde ich die Routen also nicht unbedingt empfehlen – ein bisschen Erfahrung auf Tourenski sollte man schon mitbringen.
Aussicht als Belohnung
Je höher man steigt, desto weiter öffnet sich der Blick ins Zeller Becken – und spätestens an der Bergstation des Maurerlifts darf man ordentlich durchschnaufen und ein wenig stolz sein. Immerhin hat man gut 900 Höhenmeter und mehr als 5 Kilometer auf dieser Höhenlage absolviert. Das Panorama belohnt sofort.
Die Abfahrt erfolgt über die gewohnte Piste – sicher, schnell, ohne Überraschungen.
Zugabe: Action oder Aussicht?
Wer nach dem Tourenabschluss noch Kraft und Lust hat, kann das Tagesprogramm am Kitzsteinhorn mit folgenden Punkten erweitern. Je nachdem, was man anhängt, braucht es natürlich ein entsprechendes Ticket:
- Top of Salzburg (3.029 m): Die höchste Panoramaplattform im Bundesland bietet einen herrlichen Blick in die Bergwelt.
- Freeride-Routen: Wenn die Verhältnisse passen, warten einige feine Lines im freien Gelände.
- Skifahren am Gletscher: Breite, bestens präparierte Pisten laden zur Extra-Einheit ein.
Ich bin nach der Tour noch zur Aussichtsplattform Top of Salzburg gefahren. Ich war schon einmal im Sommer für den Gipfelklettersteig auf das Kitzsteinhorn dort und wollte mir das Panorama auch im Winter einmal geben.
Next Step: Eine Skitour auf den Tristkogel
Wenn’s die Bedingungen zulassen, bietet das Kitzsteinhorn auch eine Skitour im freien Gelände auf den Tristkogel (2.642 m) an – ein aussichtsreicher Gipfel, der sogar jeden Donnerstag bis Ende April als geführte Tour angeboten wird.
Fazit

Die Skitourenrouten „Eisbrecher“ und „Schneekönigin“ am Kitzsteinhorn punkten mit Schneesicherheit, Höhenlage und einer wunderbaren Aussicht. Wer sich technisch sicher fühlt und eine solide Grundkondition mitbringt, kann hier ein ordentliches Höhentraining absolvieren – und das vom Spätherbst bis ins Frühjahr. Der Blick ins Zeller Becken und die vielseitigen Kombinationsmöglichkeiten machen den Spaß zur tagesfüllenden Aktivität.

