Bergliebe in Blogform aus Österreich

Finsterkopf (2.152 m): Skitour vom Großarltal

Traumtour im Skitourenparadies der Tofernalmen

Der Finsterkopf ist ein Gipfel im Skitourenhimmel der Tofernalmen. Viele, die es in die Gegend verschlägt, besteigen die bekannteren Nachbarberge. Und genau das macht diese etwas unscheinbare Erhebung so interessant: Während die Hänge der großen Geschwister meist schon ziemlich zerfahren sind, findet man am Finsterkopf oft noch unverspurten Powder (Nordost-Exposition!), in dem man seine eigene Spur ziehen kann.

Toureninfos Finsterkopf

  • Lage: Österreich / Salzburg / Ankogelgruppe
  • Ausgangspunkt: Parkplatz Hinterfeld
  • Höhenmeter & Distanz: 950 hm | 13 km
  • Höchster Punkt: 2.152 Meter
  • Schwierigkeit: einfache Skitour, mittelschwere Abfahrt
  • Gemacht: März 2022
  • Link zum Selberplanen: alpenvereinaktiv

Tourenbericht Skitour Finsterkopf

Da glaubt man, dass man das Großarltal ganz gut kennt und dann landet man unverhofft in diesem Skitourenparadies. Was für ein Eckerl, was für eine Tour! 

Den Startpunkt erreicht man über einen Güterweg von Hüttschlag aus. Wenn man sehr früh dran ist, kann man mit Glück noch einen der wenigen Parkplätze direkt beim Schranken ergattern. Ist hier schon alles voll (Achtung, es gibt keine vernünftige Wendemöglichkeit) findet man eine Kehre weiter unten noch mehr Parkplätze.

Aufstieg auf den Finsterkopf

Um zu den Tofernalmen zu gelangen, muss man rund 3,5 schattige Kilometer auf einer Forststraße taleinwärts marschieren. Das ist weder sonderlich abwechslungsreich noch landschaftlich spektakulär. Hat man die Strecke bis zur Harbachalm jedoch hinter sich gebracht, hat man schlagartig ein breites Grinsen im Gesicht. 

Plötzlich eröffnet sich ein Skitourengelände, das schöner kaum sein könnte: Ein Gipfel (Kreuzkogel – Throneck – Finsterkopf – Gamskrakogel) reiht sich an den nächsten und jeder lockt mit noch schöneren Abfahrtshängen. 

Ich habe mich an diesem Traumtag für den Finsterkopf entschieden. Schon von Weitem wusste ich, dass es die richtige Wahl war. Natürlich waren schon einige Spuren zu sehen, in der Scharte zwischen ihm und dem Throneck links von ihm war aber noch jede Menge Platz für meine eigene Line. 

So stieg ich – immer mit dem traumhaften Abfahrtsgelände zu meiner Linken – von der Harbachalm weiter Richtung Gipfel auf. Die Steilstufe hinter der Alm wird problemlos über den Wanderweg überwunden – ab hier begleiteten mich dann endlich auch die ersten Sonnenstrahlen. 

Auf 1.820 Meter erreicht man schließlich die Tofernalm. Bis zur Tofernscharte wird das Gelände jetzt steiler, Spitzkehren braucht man aber nie. Schweißtreibend war es allemal, die Anfang-März-Sonne zeigte ihre ganze Kraft. Dafür wurde ich ab der Scharte mit einem wunderschönen Blick ins Gasteinertal belohnt. Die letzten Meter auf den unbekreuzten Gipfel sind dann wieder etwas flacher – ideal, um die letzten Höhenmeter voll und ganz zu genießen. 

Am höchsten Punkt angekommen schnallte ich erst mal die Ski ab und genoss die Ruhe und Einsamkeit. Alle, die vor mir unterwegs waren oder nachkamen, zweigten Richtung Gamskarkogel ab. Ich war am Finsterkopf komplett alleine. Schöner geht’s nicht! 

Abfahrt vom Finsterkopf

Nach einer halben Stunde Pause machte ich mich abfahrtsbereit. Was dann kam, setzte dieser genialen Tour die Krone auf. Ich fuhr in die Scharte zwischen Throneck und Finsterkopf ab und genoss ein paar geniale Schwünge entlang der Linie, die ich mir beim Aufstieg bereits im Kopf zurechtgelegt hatte. Aber Bilder sagen mehr als 1.000 Worte:

Skitour: Abfahrt vom Finsterkopf im Großarltal

Mit dem Aufruf des Videos erklärst du dich einverstanden, dass deine Daten an YouTube übermittelt und Cookies gesetzt werden und dass du die Datenschutzerklärung gelesen hast.

Fazit

Was für ein Skitouren-Spielplatz! Hat man kein Problem mit dem einstündigen Forststraßen-Zustieg bekommt man hier ein Gelände serviert, das in der Region seinesgleichen sucht. Für mich zählt es zu den schönsten der ganzen Gegend. Ich kann es kaum erwarten, die nächste Tour auf einen der angrenzenden Gipfel zu machen!

Über mich
Griaß di!
Griaß di!
Ich heiße Daniel, bin Mitte 30 und komme aus Oberösterreich. Ich möchte auf Rauf und Davon meine Liebe zu den Gipfeln dieser Welt teilen und euch damit für euer nächstes Bergabenteuer inspirieren. Dir gefallen meine Berggeschichten? Dann folge mir doch und verpasse keine Inspiration mehr:

Aktuell am meisten geklickt

Folge mir

1,745FollowerFolgen
100FollowerFolgen

Mehr Bergliebe

Similaun (3.599 m): Skihochtour von Vent

Der Similaun zählt zu den schönsten Aussichtsbergen der Ötztaler Alpen, vielleicht sogar von Österreich. Auf seinem Gipfel präsentiert einem sich stolz das Who ist Who der Ostalpen.

Skitourenrunde in Sportgastein (2.550 m)

Sportgastein zählt für mich zu den schönsten Talschlüssen im Nationalpark Hohe Tauern. Hier gibt es noch ruhige Ecken, die sich im Winter mit Tourenski entdecken lassen.

Klingspitz (1.988 m): Skitour von Dacheben

Der Klingspitz ist längst kein Geheimtipp mehr. Besonders von Dienten aus zählt die Skitour zu den beliebtesten der Region. Von Dacheben ist der Anstieg etwas ruhiger.

Kleine Reibn: Der Skitourenklassiker in Berchtesgaden

Die Kleine Reibn zählt zu den beliebtesten Skitouren in den Berchtesgadener Alpen. Und das nicht ohne Grund. Die Runde bringt alles mit, was einen Klassiker ausmacht.

Schneeberg (2.076 m): Skitour durch den Wurzengraben

Der Schneeberg gilt als Hausberg der Wiener und eine Skitour durch den Wurzengraben auf die Heukuppe als großer Klassiker der Region.

Mureck (2.402 m): Skitour im Großarltal

Oh, du schönes Mureck! Was für ein genialer Berg du doch bist. Diese Tour im Großarltal hat einfach alles: perfekt geneigte Hänge, eine anspruchsvolle Länge und ein wunderbares Gipfelpanorama.

Beliebte Kategorien

Beliebte Tourensammlungen

Kennst du schon meinen Etsy Shop?