Stuhleck (1.782 m): Skitour von Rettenegg

Schöne Tour für abfahrtsorientierte Skitourengeher

Das Stuhleck erfreut sich vor allem von Spital am Semmering aus bei Skitourengehern großer Beliebtheit. Ich bin den Gipfel jedoch von Rettenegg aus angegangen. Die Südseite ist nicht nur ruhiger, sondern bietet auch schöne Wiesen für eine herrliche Abfahrt.

Toureninfos

Tourenbeschreibung des Skitour auf das Stuhleck

Beim Stuhleck denken die meisten Skitourengeher im ersten Moment an den Kaltenbachgraben. Bei diesem nordseitigen Klassiker ist meistens einiges los und man fährt normalerweise über die Piste ab. Zwei Dinge, die ich persönlich nicht so mag. Darum habe ich nach Alternativen gesucht und die südseitige Tour aufs Stuhleck von Rettenegg aus gefunden.

Zugegeben: Die Skitour ist natürlich auch kein Geheimtipp mehr, aber hier ist meiner Einschätzung nach dennoch weniger los als im Kaltenbachgraben. Außerdem wird man nach dem Aufstieg mit perfekt geneigten Genussabfahrtshängen belohnt. Leider waren die bei uns schon ordentlich „durchgeackert“ – nach Neuschnee macht die Tour sicher doppelt so viel Spaß.

Schöne Hänge bei der Skitour aufs Stuhleck
Diese Hänge machen Lust auf die Abfahrt – auch wenn sie schon ordentlich verspurt waren

Aber first things first: Los geht’s beim Forellengasthof Joglland. Aufgrund der begrenzten Parkmöglichkeiten empfehle ich hier besonders am Wochenende sehr früh dran zu sein.

Achtung: Der Forellenhof verlangt eine Parkgebühr von 5 €. Dafür stehen immer ausreichend geräumte Parkplätze zur Verfügung. Das Ticket ist direkt beim Forellenhof zu kaufen. In der Regel sind Sonja und ihr Mann ab 07:00 Uhr da. Möchte man früher starten, muss man einfach beim Zurückkommen bezahlen. Das Restaurant selbst ist nur zu ausgewählten Zeiten geöffnet – vorwiegend Samstag und Sonntag von 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr. (Stand 2023)

Morgenstimmung bei einer Skitour aufs Suhleck
Morgendlicher Start

Die Skitour auf das Stuhleck als 360° Tour

360° TOUR ZUM DURCHKLICKEN UND DIGITALEN NACHGEHEN

Die Tour verläuft von Beginn an immer – wie uns ein älterer Herr so nett sagte – „einfach der Nase nach“ nordwärts auf das Stuhleck zu. Anfangs geht es recht flach durch einen Wald und dann bald mäßig steil weiter über Wiesenhänge. Die sind so schön, dass man das Gefühl hat, auf einer Piste unterwegs zu sein.

Nach einem zweiten kurzen Waldstück und einer kleinen Steilstufe auf rund 1.450 Meter Höhe (die problemlos links umgangen werden kann) erreicht man schließlich das Hochplateau des Stuhlecks. Von hier aus geht es die letzten zwei Kilometer gemütlich und begleitet von einem herrlichen Panorama Richtung Gipfel. Mit jedem Höhenmeter wurde es bei uns windiger. Aber dass das Stuhleck windanfällig ist, dürfte kein Geheimnis sein. Richtig ungemütlich wurde es dann erst auf den letzten Metern zum Gipfelkreuz.

Schöne Hänge bei der Skitour aufs Stuhleck
Die Steilstufe wird links umgangen

Die Abfahrt vom Stuhleck

Nach einer kurzen Pause im Windschatten des Alois-Günther-Haus ging’s dann auch schon wieder entlang des Aufstiegsweges zurück. Wir hatten für Mitte Jänner einen äußerst warmen Tag erwischt, was den Schnee auf den Südhängen schon sehr feucht gemacht hatte. Wider Erwarten entpuppte sich die Abfahrt trotzdem als durchaus genussvoll und so waren wir nach insgesamt rund vier Stunden glücklich und zufrieden wieder beim Startpunkt und unserem Auto.

Aufpassen: Mir wurde gesagt, dass es am Rücken (vom Gipfelkreuz bis zur Steilstufe) oft sehr abgeblasen ist und viele Steine rausschauen können. Wir hatten offensichtlich Glück. Danke für den Hinweis und passt auf eure Ski auf 🙂

Am Gipfelplateau vom Stuhleck
Vom Winde gezeichnet

Fazit

Alles in allem ist die Skitour von Rettenegg auf das Stuhleck eine tolle Alternative zum Kaltenbachgraben. Man muss zwar von Wien aus eine etwas längere Anfahrt in Kauf nehmen und richtig früh dran sein, um noch einen Parkplatz zu bekommen. Steht man dann aber einmal auf seinen Tourenski, wird man mit einer wirklich coolen Tour belohnt, die abgesehen von der kurzen Steilstufe (die umgangen bzw. -fahren werden können) meiner Einschätzung nach sogar relativ lawinensicher ist. Am besten kurz nach Neuschnee machen, dann macht die Abfahrt sicher noch mehr Spaß als bei uns.

Hier findet ihr übrigens mehr schöne Skitouren rund um Wien.

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