Blog Storys Skitourenklassiker ab Wien

Skitourenklassiker ab Wien

Diese Skitouren in und um den Wiener Hausbergen sollte man einmal gemacht haben.

Wien liegt zwar am östlichen Ende der Alpen, trotzdem gibt es hier im Umkreis von zwei Autostunden zahlreiche Skitourenklassiker. Ich möchte euch ein paar dieser Highlights – ohne Anspruch auf Vollständigkeit -vorstellen. Vielleicht ist ja die eine oder andere Inspiration für euch dabei.

Von der Rax über den Schneeberg bis hin zur Hohen Veitsch und dem Hochschwab: Rund um Wien gibt es eine Reihe großer Skitourenklassiker. Ich möchte euch ein paar davon ans Herz legen, deren Startpunkt von Wien aus mit dem Auto in weniger als zwei Stunden erreichbar ist.

Schneeberg über Fadensteig

Der Schneeberg gilt als der ultimative Skitourenspielplatz der Wiener. Hier gibt es Touren in den unterschiedlichsten Schwierigkeitsgraden. Vom Profi bis zum Einsteiger wird hier jeder fündig, der sicher im freien Gelände unterwegs ist.

Der Aufstieg über den Fadensteig ist mit Sicherheit nicht der einfachste Weg auf den Gipfel. Im Steig selbst müssen die Ski über weite Strecken am Rücken getragen werden, was der Tour jedoch einen wunderbar alpinen Charakter verleiht.

Abfahrten gibt es dann reichlich: Von gemütlichem Genussgelände (z. B. Hoyos-, Schnee- oder Wurzengraben) bis hin zu berühmt berüchtigten Steilabfahrten wie der Breiten oder Krummen Ries, die über die Landesgrenzen hinaus bekannt sind.

Leichtere Aufstiegsvarianten: z. B. Hoyos-, Schnee- oder Wurzengraben

Rax durch den Karlgraben

Auch das Raxmassiv bietet eine breite Palette an Skitouren. Wobei sich die Rax eher für Einsteiger und Fortgeschrittene anbietet. Legendäre Steilabfahrten wie beispielsweise die berühmte Breite Ries findet man hier nicht wirklich.

Die Skitour durch den Karlgraben ist definitiv eine Genusstour. Sie zählt zu den ganz großen Klassikern im östlichen Alpenraum und ist auch für Anfänger machbar. Man startet beim Preiner Gscheid. Zunächst geht es gemütlich entlang der alten Skipiste bis in den landschaftlich beeindruckenden Siebenbrunnenkessel und dann weiter über den Schlangenweg zum Karl-Ludwig-Haus. Wer möchte, kann noch weiter auf den Gipfel der Heukuppe gehen. Und wer gar nicht genug bekommt, hängt mit dem Predigtstuhl noch einen weiteren Gipfel dran.

Die Abfahrt verläuft im Wesentlichen entlang des Aufstiegswegs. Lediglich den Schlangenweg lässt man links liegen und fährt über den (meist pistenartig ausgefahrenen) Karlgraben ab.

Alternative Abfahrtsvariante: Heukuppe Nordkar (mit kurzem Gegenanstieg)

Hochschwab durch die Dullwitz

Der Hochschwab ist mit seinem mächtigen Plateau für mich einfach ein Traumberg. Im Sommer wie im Winter. Kein Wunder, dass es rund um das Massiv gefühlt unendlich viele Touren gibt.

Einer der großen Klassiker ist die Skitour durch die Dullwitz auf den Gipfel des Hochschwabs. Dafür sollte man eine ausgezeichnete Kondition mitbringen und wirklich gutes und stabiles Wetter haben. Beim Anstieg sind über 1.500 hm und 12 km zu bewältigen. Dafür wird man mit einer landschaftlich herrlichen Paradetour belohnt, die in der Region ihresgleichen sucht.

Ötscher mit Fürstenplan

Der Ötscher ist in allen Jahreszeiten ein beliebter Gipfel. Und das, obwohl sich der Vaterberg im Winter bei den Aufstiegsmöglichkeiten wenig vielseitig zeigt. Als “Standardwege” gibt es lediglich eine ausgeschilderte Skitourenstrecke in Pistennähe und den Rauhen Kamm, der im Winter ausschließlich sehr erfahrenen Alpinisten zu empfehlen ist.

Dafür punktet der Ötscher mit seinen Abfahrten. Hier kommen vor allem fortgeschrittene und erfahrene Skibergsteiger auf ihre Kosten. So gut wie alle Abfahrten im Gelände sind mittel- bis sehr schwer. Anfänger können über die Piste abfahren.

Die leichteste Nordabfahrt verläuft durch die Fürstenplan. Diese Nordrinne eignet sich am besten, um den Berg einmal kennenzulernen.

Alternative Abfahrtsvarianten: am ehesten vergleichbar aber laut Literatur trotzdem etwas schwieriger: Kreuzplan, Wurzleiten, Weiße-Mäuerl-Flanke.

Göller von Norden mit Lahngraben

Der Göller ist ein ziemlich wuchtiger Berg in den Mürzsteger Alpen und gilt als relativ schneesicher. Der perfekte Skitourengipfel also für schneearme Winter.

Prinzipiell kann man sich dem Gipfel von der Nord- und Südseite aus annähern. Möchte man jedoch durch den einsamen Lahngraben abfahren, muss man von Norden aus in Gscheid starten. Anfangs geht es neben der Piste hoch und dann immer weiter am Rücken Richtung Gipfel. Die Tour wird definitiv im oberen Bereich immer schöner. Der beste Teil ist dann aber – wie so oft – die Abfahrt.

Der Lahngraben zählt zwar zu den einfachsten, sicher aber auch lohnendsten Abfahrten auf der Nordseite, wird aber aus einem mir unverständlichen Grund eher selten befahren. Hier findet man also immer wieder unverspurten Pulverschnee.

Hier geht’s zu meinem Tourenbericht zur Skitour auf den Göller mit 360° Fotos zum Durchklicken.

Hohe Veitsch durch die Rodel

Die Veitsch krazt an der 2.000er Marke und befindet sich in direkter Nachbarschaft von Schneealpe und Hochschwab. Geniale Skitouren aus allen Himmelsrichtungen führen auf ihren aussichtsreichen Gipfel.

Ein besonders beliebter Frühjahrsanstieg ist durch die Rodel. Die Tour weiß vor allem mit ihrem alpinen Ambiente und der berühmten Unterbrecherstelle, an der man kurz einmal die Ski abschnallen muss, zu beeindrucken. Der nicht zu unterschätzende Anstieg wird mit einem herrlichen Gipfelpanorama belohnt.

Und das waren sie auch schon wieder. Einige der ganz großen Skitourenklassiker rund um Wien. Ich hoffe, ihr habt die eine oder andere Tour für eure persönliche Bucketlist gefunden.

Eure Lieblingsskitour fehlt, oder ihr habt einen Geheimtipp? Dann lasst mich doch in den Kommentaren davon wissen!

Feedback, Input oder Fragen zum Artikel? Dann bitte her damit 🙂

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