Tourentipps Hochtouren Piz Buin über Normalweg

Piz Buin über Normalweg [360°]

Abwechslungsreiche Tour auf den höchsten Berg von Vorarlberg

Mit 3.312 Meter ist der Piz Buin der höchste Berg Vorarlbergs und damit Teil meines Sommerprojekts Seven Summits von Österreich. Und was für einer … Erfahrene Bergsteiger bekommen hier alles, was das Hochtourenherz begehrt: eine ausgedehnte Gletscherwanderung, einen massiven Gipfelaufbau mit leichter Kletterei und das alles in die einzigartige alpine Kulisse der Silvretta eingebettet.

  • Ausgangspunkt: Parkplatz Bielerhöhe
  • Tourdaten: 1.400 hm | 24 km
  • Höchster Punkt: 3.312 Meter
  • Schwierigkeit: Bei guten Verhältnissen einfache Hochtour mit leichter Kletterei
  • Gemacht am: 25. Juli 2020
  • Link zum Selberplanen: alpenvereinaktiv.com

Wiesbadener Hütte – Zwischenstopp zum Piz Buin

Weil wir erst einmal aus Wien anreisen mussten und uns sowieso ein bisschen akklimatisieren wollten, haben wir uns dafür entschieden, die Tour auf zwei Tage aufzuteilen. So ging es am ersten Tag (in strömendem Regen) auf die imposant gelegene Wiesbadener Hütte, bevor wir am nächsten Morgen um 06:00 Uhr Richtung Gipfel aufbrachen.

360° TOUR VOM PIZ BUIN ZUM DURCHKLICKEN

Weil wir beim Aufstieg – sowohl beim Hüttenzustieg als auch am Weg auf den Gipfel – schlechtes Wetter hatten, habe ich den Großteil der Tour beim Abstieg festgehalten. Also nicht wundern, dass wir teilweise in die falsche Richtung stehen und die Licht- und Wolkenverhältnisse von Bild zu Bild teilweise unterschiedlich sind.

Und der Weg auf den Großen Piz Buin könnte auf seinen fünf Kilometern kaum abwechslungsreicher sein. Zuerst geht es über einen gemütlichen Pfad und ein Steilstück mit leichter Kraxelei zum Anseilplatz. Dann zuerst steil in wenigen Kehren und später zunehmend flacher über den mächtigen Ochsentaler Gletscher in die Buin Lücke. Weiter steigt man durch steiles Gelände mit zwei Kletterstellen (bis II) und die schuttbedeckte Westflanke zum Gipfelkreuz.

Leider war der Gipfelbereich wolkenverhangen und wir konnten nur in kurzen Fenstern einen Blick auf die angrenzenden Silvrettagipfel erhaschen. Erst beim Abstieg riss die Wolkendecke komplett auf und gab den Blick auf das umliegende Bergland frei. Zumindest konnten wir so das beeindruckende Panorama bei einem Gröstl auf der Terrasse der Wiesbadener Hütte genießen.

Unterm Strich ist die Tour auf den Piz Buin landschaftlich wirklich wunderschön und technisch abwechslungsreich. Bei guten Verhältnissen und ausreichend Vorbereitung ist sie nicht allzu schwierig und auch für Hochtoureneinsteiger, die wissen, was sie tun, machbar. Eine Seilsicherung bei den Kletterstellen zum Gipfel würde ich auf jeden Fall empfehlen. Vor allem – wenn wie bei uns – die Felsen nass und teilweise mit Eis überzogen sind, kann die Schlüsselstelle ein bisschen tricky sein.

Die “normalen” Fotos im Beitrag sind übrigens von Gisela Eberhard – Danke nochmal dafür!

Piz Buin Besteigung als Video

Unsere polnischen Tischnachbaren haben übrigens ein super Video von ihrer Besteigung gemacht. Wer ganz genau schaut, findet uns sogar in ihrem Video:

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