Plitvicer Seen: Wanderung um die Seen (Runde K)

Ein wahres Naturjuwel in Kroatien

Der Nationalpark Plitvicer Seen zählt zu den absoluten Highlights in Kroatien. Wer hier schon mal auf Winnetous Pfaden wandern durfte, versteht auch warum. Die 16 kaskadenförmig angeordneten Seen verzaubern mit ihrer türkis-blauen Farben und den unzähligen, märchenhaft anmutenden Wasserfällen.

Toureninfos

Tourenbeschreibung der Wanderung um die Plitvicer Seen

Ehrlich gesagt habe ich mir von den Plitvicer Seen nicht allzu viel erwartet. Ich habe in meinem Leben schon viele, wirklich spektakuläre Wasserfälle gesehen. „Was soll mich da noch beeindrucken?“, dachte ich mir. Tja, weit gefehlt!

Wie sich hier das Wasser seinen Weg durch die Geländestufen bahnt, ist einmalig – kein Wunder, dass rund um die Seen in den 60er-Jahren zahlreiche Szenen der Winnetou-Filme gedreht wurden.

Der Nationalpark Plitvicer Seen ist von einem gut ausgeschilderten Wegnetz durchzogen. Auf bestens instand gehaltenen Holzstegen und schön angelegten Pfaden kann man hier problemlos einen ganzen Tag durch die Gegend streifen. Wir – ich war gemeinsam mit meinem Arbeitskollegen Martin für Bergwelten unterwegs – haben uns beispielsweise für das „Programm K“ entschieden. 

Start der Tour ist der Eingang 1, von dem aus man im Großen und Ganzen den kompletten touristisch erschlossenen Teil der Seen umrundet. Abgesehen von einem kurzen Abschnitt im südlichen Teil – hier geht es über zwei wahnsinnig schöne Aussichtspunkte etwas erhöht durch den Wald – verläuft die Wanderung immer direkt am Wasser und bietet hinter jeder Kurve ein weiteres kleines Naturspektakel. Aber Achtung: Mit rund 16 Kilometern ist die Tour durchaus lange!

Möchte man sie etwas abkürzen, hat man zwei Möglichkeiten:

  • Man nimmt am südlichen Ende der Seen den Panoramazug und fährt Richtung Eingang 1 zurück. Das würde ich nicht empfehlen, da man sonst einige der schönsten Abschnitte verpasst.
  • Man überquert den Jezero Kozjak (den größten See) – so wie wir – am Rückweg (wenn man möchte auch am Hinweg) mit der Elektro-Fähre (im Eintrittspreis inklusive). Damit spart man sich ein paar nicht sonderlich spektakuläre Ufer-Kilometer.

Fazit

Egal, wofür man sich entscheidet: Die Plitvicer Seen sind auf jeden Fall einen Besuch wert. Mir persönlich haben die „kleinteiligen Bereiche“ ganz im Norden und Süden der Runde am besten gefallen. Die Mitte (entlang der größeren Seen) ist zwar auch nett, aber im Vergleich zu den anderen Abschnitten weniger spektakulär. Ist man zu Fuß nicht ganz so fit, kann man getrost die Fähre nehmen.

Ich würde auf jeden Fall empfehlen, die Wanderung in der Nebensaison zu unternehmen. Wir waren Mitte Mai dort und selbst da war schon relativ viel los. Ich möchte mir gar nicht ausmalen, wie es in der Hochsaison zugehen muss. Da die Wege stellenweise ziemlich eng sind, kann das mit vielen Menschen vermutlich ziemlich unlustig werden – von hochsommerlichen Temperaturen ganz zu schweigen! Abkühlung sucht man im Nationalpark nämlich vergebens – baden ist natürlich strengstens verboten.

Last but not least: Am schönsten war der Rückweg am Abend. Da waren wir fast alleine unterwegs und konnten den Nationalpark so richtig genießen. Es zahlt sich also aus, sehr früh zu kommen und lange zu bleiben. Genug zu sehen gibt es allemal!

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