Schneeberg (2.076 m): Wanderung über Nandlgrat

Einsamer und landschaftlich wunderschöner Anstieg auf Niederösterreichs Höchsten

Der Schneeberg ist ein wirklich vielfältiger Berg. Während sich seine Rückseite eher sanftmütig und wanderbar präsentiert, führen durch seine Ostwände wunderschöne alpine Steige. Einer davon ist der Nandlgrat.

Toureninfos

Anmerkung: Die 360° Touren habe ich im Juni 2020 aufgenommen. Die anderen Bilder stammen aus dem Mai 2023. Dementsprechend ist die Witterung auf den normalen Fotos etwas anders als in den 360° Touren.

Tourenbeschreibung des Wanderung über den Nandlgrat

Der Klassiker unter den Anstiegen auf den Schneeberg ist mit Sicherheit der Fadensteig. Der Nandlgrat hingegen zählt gemeinsam mit dem Novembergrat zu den seltener begangenen Wegen auf den Schneeberg. Und das völlig zu Unrecht. Meiner Meinung nach ist er mit seinen genialen Einblicken in die mächtige Breite Ries landschaftlich sogar schöner als der Fadensteig. Dafür stellenweise auch etwas schwieriger.

Der Nandlgrat als 360° Tour

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Über den Nandlgrat auf das Klosterwappen

Startpunkt der Tour ist der Parkplatz bei der Schneeberg Sesselbahn. Von hier aus geht es zunächst steil entlang der Skipisten zur Edelweißhütte. Danach folgt man ohne nennenswerten Höhengewinn dem Nördlichen Grafensteig, bis man die Abzweigung zum Nandelgrat erreicht. Hier beginnt der spannende Teil der Tour.

Technisch ist der Nandlgrat für mich zwischen schwerer Wanderung und manchmal leichter Kraxelei angesiedelt. Stellenweise etwas ausgesetzt muss man für den alpinen Steig schon ein erfahrener und trittsicherer Bergwanderer sein. Immer wieder braucht man seine Hände und am Ende ist eine ausgesetzte Stelle mit Fixseilen gesichert.

Bringt man aber das nötige Rüstzeug und ausreichend Kondition für die 1.300 Höhenmeter mit, bekommt man hier eine landschaftlich beeindruckende Tour geboten, die wieder einmal beweist, dass es rund um Wien durchaus spannende und überraschend alpine Bergtouren gibt.

Wanderer am Hochplateau des Schneebergs
Am Plateau Richtung Fischerhütte

Hat man den letzten Steilaufschwung überwunden, landet man am Hochplateau des Schneebergs. Von hier aus baucht man noch gut 20 Minuten zur Fischerhütte und weitere 10 – 15 zum Gipfel des Klosterwappens.

Abstieg vom Klosterwappen

Was ich am Schneeberg besonders mag, ist seine Vielseitigkeit. Während sich seine Ostseite mit schroffen Felswänden präsentiert, zeigt sich seine Westseite von ihrer sanftmütigen Seite.

Beim Abstieg auf der sanften Westseite des Schneebergs
Beim Abstieg auf der sanften Westseite des Schneebergs

Egal welchen westlichen Abstiegsweg man wählt – wir haben uns für den Weg über den Schauerstein entschieden – man kommt immer durch einen märchenhaften Wald mit wunderschönen Lichtungen, die einen beinahe schon an Kanada erinnern. So macht selbst der Abstieg Spaß. Und weil es mir so gut gefallen hat, habe ich noch eine kleine Extratour mit ein paar Bildern vom Abstieg für euch gemacht.

Kurze Anmerkung zum Schluss: Viele steigen auch über den Fadensteig ab. Der Weg ist steiler, dafür etwas kürzer. Einfacher ist mit Sicherheit der Abstieg über die Westseite.

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