Der Graukogel ist der Hausberg der Bad Gasteiner und lässt sich im Winter auch mit Ski besteigen. Eine relativ leichte Skitour führt zunächst entlang der Piste (ST3) und dann weiter über die ausgeschilderte Skitour ST2 „Zirbenroas“ zur Graukogelhütte.
Toureninfos
- Lage: Österreich / Salzburg / Ankogelgruppe
- Ausgangspunkt: Graukogelbahn Talstation (1.092 m)
- Höhenmeter & Distanz: 860 hm | 8 km
- Höchster Punkt: 1.954 Meter
- Schwierigkeit gemäß SAC-Skitourenskala: wenig schwierige Skitour (WS-) mit kurzen Steilstufen
- Zuletzt gemacht: Februar 2026
- Link zum Selberplanen: alpenvereinaktiv
Tourenbeschreibung der Skitour „Zirbenroas“
Kurze Info vorab: Ich habe den Graukogel schon mehrmals mit Ski bestiegen. Die Bilder und Videos stammen von drei unterschiedlichen Touren, dementsprechend sind die Verhältnisse ein wenig unterschiedlich.
Da der Aufstieg zur Graukogelhütte entlang der ehemaligen Piste und durch den Wald führt, gilt die Skitour als relativ lawinensicher (Achtung: Pistensperre beachten!). Man kann sie also auch bei schlechten Verhältnissen machen, wenn sonst nichts möglich ist. Dafür ist sie nicht besonders aussichtsreich.
Startpunkt der Tour ist der Parkplatz bei der Talstation der Graukogelbahn. Zunächst geht es rund 400 teilweise steile Höhenmeter entlang der Piste zur Mittelstation (wenn die Graukogelbahn in Betrieb ist, kann man diesen Teil auch mit dem Sessellift abkürzen).
Bei der Mittelstation kann man sich entscheiden, ob man weiter über die Piste aufsteigen (ST3) oder die ausgeschilderte Skitour ST2 „Zirbenroas“ nehmen möchte. Ich habe mich für die „Zirbenroas“ entschieden, die kurz nach der Mittelstation rechts in den Wald eintaucht. Der Start ist mit einem Schild markiert.
Die Skitour zur Graukogelhütte als 360° Tour
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Absoluten Anfängern würde ich die „Zirbenroas“ nicht empfehlen. Es gibt durchaus steilere Passagen, an denen sich Einsteiger schwertun könnten. Vor allem wenn die Spur vereist ist. Außerdem ist die eine oder andere Spitzkehre notwendig. Also bitte nicht falsch verstehen: Die Skitour ist nicht schwierig – aber bei schlechten Verhältnissen sicher nicht die beste Wahl für Anfänger.
Landschaftlich ist die Tour ehrlicherweise kein Highlight – da gibt es im Gasteinertal deutlich schönere. Es geht kurvig durch den Wald, eine Aussicht sucht man meist vergebens. Nach Neuschneefällen, wenn sich der Zirben- in einen Märchenwald verwandelt, kann die „Zirbenroas“ hingegen ganz nett sein.

Die Graukogelhütte (1.954 m) ist das Ziel der „Zirbenroas“. Wann man möchte, kann man noch weiter aufsteigen (wie etwa auf den Hüttenkogel). Bei mir war jedoch die Lawinenlage für die offenen und teils steilen Hänge jedes Mal zu angespannt.

Abfahrt von der Graukogelhütte
Die Abfahrt erfolgt über die ehemalige Piste oder die sogenannte „Tiefschneeabfahrt“. Je nachdem wann man dran ist, kann man den Graukogel komplett durchgeackert (Fotos) oder kaum verspurt (Video) vorfinden.
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Fazit
Die Skitour zur Graukogelhütte punktet mit ihrer Lawinensicherheit. Wie lohnend sie als Gesamtpaket ist, hängt ganz von den Verhältnissen ab. Im besten Fall sorgen Neuschneefälle für eine märchenhafte „Zirbenroas“ und eine unverspurte Powder-Abfahrt über die ideal geneigte Naturpiste mit Nordwest-Exposition.
Vor dem Start bitte auf der Website von Skigastein schauen, ob die Skitour aktuell geöffnet ist.
