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Skitour „Zirbenroas“ zur Graukogelhütte (1.954 m)

Lawinensichere dafür wenig aussichtsreiche Skitour mit Naturpistenabfahrt

Der Graukogel ist der Hausberg der Bad Gasteiner und lässt sich im Winter auch mit Ski besteigen. Eine relativ leichte Skitour führt zunächst entlang der Piste und dann weiter über die ausgeschilderte Skitour S2 „Zirbenroas“ zur Graukogelhütte.

Toureninfos

  • Ausgangspunkt: Graukogelbahn Talstation
  • Höhenmeter & Distanz: 860 hm | 7 km
  • Höchster Punkt: 1.954 Meter
  • Schwierigkeit: Einfach Skitour mit kurzen Steilstufen
  • Gemacht im: Februar 2021 und Dezember 2021
  • Link zum Selberplanen: alpenvereinaktiv

Tourenbericht „Zirbenroas“

Ich habe die Skitour zur Graukogelhütte zweimal gemacht. Der Bericht handelt grundsätzlich von der Tour im Februar. Ergänzungen vom zweiten Mal (Dezember 2021) findet ihr an passenden Stellen in kursiv.

Das Beste vorab: Da der Aufstieg zur Graukogelhütte entlang der Piste und durch den Wald führt, gilt die Skitour als relativ lawinensicher (Achtung: Pistensperre beachten!). Man kann sie also auch bei schlechten Verhältnissen machen, wenn sonst nichts geht. Dafür ist sie leider nicht besonders aussichtsreich.

Startpunkt der Tour ist der Parkplatz bei der Talstation der Graukogelbahn. Zunächst geht es rund 400 teilweise steile Höhenmeter entlang der Piste zur Mittelstation (wenn die Graukogelbahn geöffnet ist, kann man diesen Teil auch mit dem Sessellift abkürzen). Hier kann man sich entscheiden, ob man weiter über die Piste aufsteigen oder die Skitour S2 „Zirbenroas“ nehmen möchte. Ich habe mich für die „Zirbenroas“ entschieden und bin so kurz nach der Mittelstation in den Wald abgebogen.

Die Skitour zur Graukogelhütte als 360° Tour

360° TOUR ZUM DURCHKLICKEN UND DIGITALEN NACHGEHEN

Dafür, dass die „Zirbenroas“ als Schnupperskitour gedacht ist, würde ich sie nicht unbedingt als anfängerfreundlich einstufen. Es gibt durchaus steilere Passagen, an denen sich Einsteiger schwertun könnten. Vor allem wenn die Spur – wie bei mir im Wald – vereist ist. Ohne Harscheisen hätte ich an einigen Stellen abschnallen müssen. Außerdem ist die eine oder andere Spitzkehre notwendig. Also bitte nicht falsch verstehen: Die Skitour ist nicht schwer – aber bei schlechten Verhältnissen sicher nicht die beste Skitour für Anfänger.

Update Dezember 2021: Nach Neuschneefällen und bei guten Verhältnissen ist die Tour deutlich einfacher. Ich habe beim zweiten Mal keine Harscheisen mehr benötigt. Einige Spitzkehren hat es trotzdem gebraucht.

Landschaftlich ist die Tour nicht sonderlich lohnend. Da gibt es im und um das Gasteinertal deutlich schönere. Es geht kurvig durch den Wald, eine Aussicht sucht man meist vergebens.

Skitour durch den Wald auf den Graukogel
Wenig aussichtsreich geht es durch den Wald

Im oberen Teil, wenn sich der Wald etwas lichtet, wird die „Zirbenroas“ einladender, uneingeschränkt weiterempfehlen würde ich sie Genusstourengehern aber trotzdem nicht.

Update Dezember 2021: Nach Neuschnee ist die Tour deutlich ansprechender. Auch wenn sie dadurch nicht aussichtsreicher wird, der Wald hat tief verschneit definitiv seine Reize.

Die Graukogelhütte auf 1.954 Meter ist das Ziel der „Zirbenroas“. Man könnte noch weiter aufsteigen (wie etwas auf den Hüttenkogel), mir war jedoch die Lawinensituation für die ab hier offenen und teilweise steileren Hänge beide male zu heikel.

Skitour zur Graukogelhütte von Bad Gastein aus
Im oberen Bereich wird der Wald etwas lichter – und die Tour schöner

Abfahrt von der Graukogelhütte

Die Abfahrt erfolgt über die Piste oder die sogenannte „Tiefschneeabfahrt“. Ich habe mich für eine Mischung entschieden und die „Tiefschneeabfahrt“ bis zur Mittelstation genommen. Je nachdem wann man dran ist, kann man den Graukogel komplett durchgeackert oder kaum verspurt vorfinden. Leider hatte ich diesmal etwas Pech und die Abfahrt war mehr Qual als Freude.

Update Dezember 2021: Erwischt man die Tiefschneeabfahrt nach Neuschneefall, entpuppt sie sich als wahres Schmuckstück, wie ihr im Video sehen könnt:

Skitour: Abfahrt vom Graukogel im Gasteinertal

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Alles in allem ist die Skitour zur Graukogelhütte ein gutes Training. Dank der direkten Linie, kann man hier in wirklich wenig Zeit gut Höhenmeter machen (trotz einiger Fotopausen habe ich die 860 hm gemütlich in nicht einmal zwei Stunden gemacht). Wie lohnend sie ist, hängt ganz von den Verhältnissen ab.

PS: Danke an die Graukogelhütte, die einen Teespender aufgestellt hat, damit man sich trotz Corona nach dem schattigen Aufstieg etwas aufwärmen kann.

Über mich
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Ich heiße Daniel, bin Mitte 30 und komme aus Oberösterreich. Ich möchte auf Rauf und Davon meine Liebe zu den Gipfeln dieser Welt teilen und euch damit für euer nächstes Bergabenteuer inspirieren. Dir gefallen meine Berggeschichten? Dann folge mir doch und verpasse keine Inspiration mehr:

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