Gamskarkogel (2.467 m): Wanderung von Bad Hofgastein

Herbstliche Überschreitung des höchsten Grasbergs von Europa

Der Gamskarkogel ist nicht nur der Hausberg von Bad Hofgastein. Er ist auch der höchste Grasberg Europas. Mit seinen 2.467 Meter eignet er sich perfekt für eine Herbstwanderung. Der konditionell nicht zu unterschätzende Anstieg wird mit einem wunderschönen Gipfelpanorama belohnt.

Toureninfos

  • Lage: Österreich / Salzburg / Ankogelgruppe
  • Ausgangspunkt: Annencafe
  • Höhenmeter & Distanz: 1.400 hm | 15 km
  • Höchster Punkt: 2.467 Meter
  • Schwierigkeit: Einfache Wanderung
  • Gemacht am: 09. Oktober 2020
  • Link zum Selberplanen: alpenvereinaktiv

Tourenbeschreibung der Wanderung auf den Gamskarkogel

Anfang Oktober war ich wieder mal in Bad Hofgastein. Eigentlich wollte ich endlich das Schareck angehen, aber leider gab es die Tage zuvor einen kleinen Wintereinbruch auf den Bergen. Da das Schareck nicht zu unterschätzen ist, will ich es nur bei schneefreien und trockenen Verhältnissen gehen – also heißt es wieder einmal warten auf nächste Saison …

Zum Glück gibt es im Gasteinertal genug andere Berge und so war schnell eine gemütlichere und nicht so hohe Alternative gefunden: der Gamskarkogel.

Der Berg ist in vielerlei Hinsicht ein interessantes Ziel. Er ist nämlich nicht nur der Hausberg von Bad Hofgastein und ein wunderbarer Aussichtsgipfel, sondern auch der höchste Grasberg Europas. Und direkt neben dem Gipfelkreuz thront mit der Gamskarkogelhütte eine gemütliche Einkehroption.

Den Gamskarkogel kann man von mehreren Seiten aus erwandern. Ich habe mich für eine Überschreitung von Bad Hofgastein aus entschieden. Ausgangspunkt für diese Variante ist das nette Annencafe auf 1.090 Meter. Von hier aus geht es zuerst relativ unspektakulär durch den Wald, bis man schließlich zur Rastötzenalm gelangt (bis hierhin könnte man auch mit einem Hüttentaxi fahren), die in einem landschaftlich schönen Talkessel auf 1.720 Meter liegt.

Weg auf den Gamskarkogel mit herbstlicher Stimmung
Am Pfad oberhalb der Rastötzenalm

Ab hier beginnt der schönste Teil der Tour. Immer dem Pfad folgend gelangt man Schritt für Schritt und Höhenmeter für Höhenmeter weiter nach oben. Mit jeder Wegkehre wird die Aussicht schöner. Am Beginn bzw. Ende der Wandersaison kann hier – wie bei mir – noch/schon etwas Schnee liegen, der es aber nur noch interessanter macht. Bei dieser herrlichen Landschaft verging die Zeit wie im Flug.

Nach gut 2:40 Stunden erreichte ich schließlich die Gamskarkogelhütte und damit den Gipfel des Gamskarkogels. Weil das Wetter so schön war, habe ich mich gegen eine Einkehr in die Schutzhütte entschieden und meine Gipfelrast direkt beim Gipfelkreuz gemacht.

Wie schon erwähnt, gibt es mehrere Wege auf den Gamskarkogel. Für den Abstieg wollte ich eine andere Route wählen und habe mich dazu entschieden, den Gipfel zu überschreiten und nach Bad Gastein abzusteigen. Danke noch mal an Anna, die mich dort wieder abgeholt hat.

Der Weg nach Bad Gastein ist ebenfalls nicht besonders schwer, landschaftlich aber fast schöner. Am Ende des Tages lohnen sich meiner Meinung nach aber beide Wege. Und dank der super Busverbindungen im Gasteinertal könnte man die Überschreitung auch ohne Auto machen.

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