Bergliebe in Blogform aus Österreich

Kolmkarspitze (2.529 m): Skitour vom Raurisertal

Lohnender Gipfel im Rauriser Tal

Die Kolmkarspitze ist ein lohnendes Skitourenziel in der hochalpinen Arena von Kolm Saigurn am Ende des Rauriser Tals. Ein relativ hoher Startpunkt sorgt oft früh beziehungsweise spät in der Saison für Schneesicherheit.

Toureninfos

  • Lage: Österreich / Salzburg / Goldberggruppe
  • Ausgangspunkt: Parkplatz Bodenhaus / sobald die Mautstraße nach Kolm Saigurn offen ist (meistens Mitte März): Parkplatz Lenzanger
  • Höhenmeter & Distanz: ab Bodenhaus: 1.300 hm | 16 km / ab Lenzanger: 980 hm | 13 km
  • Höchster Punkt: 2.529 Meter
  • Schwierigkeit: Einfache aber ab Bodenhaus konditionell fordernde Tour
  • Gemacht im: Dezember 2020
  • Link zum Selberplanen: alpenvereinaktiv

Tourenbericht Kolmkarspitze

Was für ein Tag. Es war kaum eine Wolke am Himmel, als ich mich am Parkplatz Bodenhaus einparkte. Die aufgehende Sonne tauchte die ersten Gipfel in goldenes Morgenlicht. Also Tourenski angeschnallt und losmarschiert.

Lichtung mit Lärche
Die alleinstehende Lärche als Wegpunkt

Ab dem Parkplatz Bodenhaus gibt es verschiedene Aufstiegsvarianten. Ich entschied mich zuerst der Mautstraße, die im Winter als Rodelstrecke dient, bis zur “Kehre 3 – Trockenbachkehre” zu folgen. Ab hier geht es dann ein Stück dem Schneeschuhtrail Richtung Kolm Saigurn entlang, bis man eine Lichtung erreicht, auf der man hinter einer präsenten Lärche links abbiegt und weiter durch den Hochwald aufsteigt.

Winterlandschaft Rauris
Spuren durch den lichten Hochwald

Gemütlich geht es stets Richtung Südost bergauf, bis der Wald lichter wird und man vor dem mächtigen Kar steht. Jetzt kann man sich entscheiden, ob man direkt durch das Kar oder über den Rücken des Seekopfs aufsteigen möchte. Da es noch relativ frisch war und ein leichtes Lüftlein wehte, entschied ich mich für den Rücken, da dort schon Sonne war.

Skitour über den Rücken des Seekopf
Am Rücken des Seekopfs

Kehre für Kehre geht es den Rücken hoch, der abgesehen von einer kleinen Steilstufe relativ gleichmäßig verläuft. Ich musste immer wieder kurz stehen bleiben und das Panorama genießen. Vom Schareck über den Rauriser Sonnblick bis hin zum Hocharn ist man hier von beeindruckenden 3.000ern umzingelt.

Am Rücken des Seekopfs
Sonnblick und Hocharn

Hat man dann den Rücken, der sich meinem Empfinden nach etwas gezogen hat, erklommen, steht man am Gipfel des Seekopfs. Nach weiteren 100 Höhenmetern in gemächlicher Steigung erreicht man schließlich den Gipfel der Kolmkarspitze, von der aus sich eine herrliche Rundumsicht eröffnet.

360° Panorama vom Gipfel der Kolmkarspitze

▲ 360° PANORAMA VOM GIPFEL DER KOLMKARSPITZE ▲

Ich hatte an dem Tag wirklich Glück mit dem Wetter. Am Gipfel selbst war es absolut windstill und die Temperatur angenehm. Nach rund 3:40 Stunden Aufstieg perfekt, um eine ausgiebige Pause einzulegen.

Die Abfahrt von der Kolmkarspitze

Bei der Abfahrt folgte ich im Wesentlichen dem Aufstiegsweg. Man kann auch “einen Stock tiefer” im Kar abfahren. Da die Schneeverhältnisse am Rücken jedoch noch ganz gut waren, entschied ich mich am Rücken zu bleiben. Ist der jedoch abgeblasen, würde ich Variante unten im Kar empfehlen.

Skitour: Abfahrt von der Kolmkarspitze im Rauriser Tal

Mit dem Aufruf des Videos erklärst du dich einverstanden, dass deine Daten an YouTube übermittelt und Cookies gesetzt werden und dass du die Datenschutzerklärung gelesen hast.

Zusammenfassend lässt sich über die Skitour auf die Kolmkarspitze nur Gutes berichten. Der Tour ist nicht besonders schwer, meist geht es durch gemütliches Gelände. Konditionell darf man die Tour vor allem ab dem Parkplatz Bodenhaus jedoch nicht unterschätzen. Immerhin gilt es 1.300 Höhenmeter und 8 km Weg im Aufstieg und später in der Abfahrt zu überwinden.

Ich musste auch ein paar Hundert Höhenmeter selbst spuren und war ehrlich gesagt froh, als ich den Gipfel erreicht habe. Recht viel länger hätte die Skitour für mich an diesem Tag nicht sein dürfen. Vor allem, weil ich noch eine anstrengende Tour von den Tagen zuvor in den Beinen hatte, bei der ich 1.000 Höhenmeter durch ziemlich hohen Neuschnee selbst gespurt habe.

Über mich
Griaß di!
Griaß di!
Ich heiße Daniel, bin Mitte 30 und komme aus Oberösterreich. Ich möchte auf Rauf und Davon meine Liebe zu den Gipfeln dieser Welt teilen und euch damit für euer nächstes Bergabenteuer inspirieren. Dir gefallen meine Berggeschichten? Dann folge mir doch und verpasse keine Inspiration mehr:

Aktuell am meisten geklickt

Folge mir

1,745FollowerFolgen
100FollowerFolgen

Mehr Bergliebe

Similaun (3.599 m): Skihochtour von Vent

Der Similaun zählt zu den schönsten Aussichtsbergen der Ötztaler Alpen, vielleicht sogar von Österreich. Auf seinem Gipfel präsentiert einem sich stolz das Who ist Who der Ostalpen.

Skitourenrunde in Sportgastein (2.550 m)

Sportgastein zählt für mich zu den schönsten Talschlüssen im Nationalpark Hohe Tauern. Hier gibt es noch ruhige Ecken, die sich im Winter mit Tourenski entdecken lassen.

Finsterkopf (2.152 m): Skitour vom Großarltal

Während die Hänge der großen Geschwister meist schon ziemlich zerfahren sind, findet man am Finsterkopf oft noch unverspurten Powder, in dem man seine eigene Spur ziehen kann.

Klingspitz (1.988 m): Skitour von Dacheben

Der Klingspitz ist längst kein Geheimtipp mehr. Besonders von Dienten aus zählt die Skitour zu den beliebtesten der Region. Von Dacheben ist der Anstieg etwas ruhiger.

Kleine Reibn: Der Skitourenklassiker in Berchtesgaden

Die Kleine Reibn zählt zu den beliebtesten Skitouren in den Berchtesgadener Alpen. Und das nicht ohne Grund. Die Runde bringt alles mit, was einen Klassiker ausmacht.

Schneeberg (2.076 m): Skitour durch den Wurzengraben

Der Schneeberg gilt als Hausberg der Wiener und eine Skitour durch den Wurzengraben auf die Heukuppe als großer Klassiker der Region.

Beliebte Kategorien

Beliebte Tourensammlungen

Kennst du schon meinen Etsy Shop?