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Gaishörndl (2.615 m): Skitour im Villgratental

Eine der beliebtesten Skitouren im Villgratental

Bei der Skitour auf das Gaishörndl wird man zum Grenzgänger – direkt über den Gipfel verläuft die Grenze zwischen Osttirol und Italien. Nur einer der Gründe, die einen Besuch dieses genialen Skitourenberges so interessant machen.

Toureninfos

  • Lage: Österreich / Osttirol / Villgrater Berge
  • Ausgangspunkt: Kalkstein beim Parkplatz Badl Alm (1.640 m)
  • Höhenmeter & Distanz: 990 hm | 9,6 km
  • Höchster Punkt: 2.615 Meter
  • Schwierigkeit: mittelschwere Skitour
  • Schlüsselstelle: Steilstufe in der Mitte der Tour und Gipfelhang
  • Gemacht im: Jänner 2023
  • Link zum Selberplanen: osttirol.com

Tourenbericht meiner Skitour auf das Gaishörndl

Der vielleicht größte Pluspunkt der Skitour auf das Gaishörndl ist ihr hoher Ausgangspunkt. Immerhin startet man in Kalkstein, im letzten Eck des Villgratentals, das bereits auf 1.640 auf Meter liegt. Das macht die Tour relativ schneesicher und man kann sie – abgesehen von der Lawinengefahr – fast den gesamten Winter über gehen.

Aufstieg auf das Gaishörndl

Los geht’s beim Parkplatz bei der Badl Alm (rund 50 Plätze). Da hier viele schöne Skitouren starten, würde ich euch raten, nicht zu spät dranzusein, um noch einen Parkplatz zu ergattern.

Skitourengeher am Weg auf das Gaishörndl im Villgratental
Auf der Forststraße geht es taleinwärts

Der Weg auf das Gaishörndl beginnt zunächst recht gemütlich. Man folgt dem Sommerweg Richtung Norden. Wir haben etwas flotter losgelegt, um auf Betriebstemperatur zu kommen – bei uns hatte es zapfige -14,5 °C. So vergingen die ersten 300 Höhenmeter wie im Flug.

Skitourengeher am Weg auf das Gaishörndl im Villgratental
Für die erste Steilstufe sollte man Erfahrungen mit Spitzkehren mitbringen

Auf rund 1.950 Meter endet die Forststraße und der interessante Teil der Tour beginnt. Als „Stairway to Ski Touring Heaven“ wartet gleich einmal die erste Schlüsselstelle: Eine 100 Meter hohe Steilstufe will mit mehreren Spitzkehren überwunden werden. Hat man den Aufschwung hinter sich gebracht, eröffnet sich das traumhafte Skitourengelände des Gaishörndls.

Skitourengeher am Weg auf das Gaishörndl im Villgratental
Nach der Steilstufe wird das Gelände wieder flach

Bereits beim Aufstieg hielten wir nach der idealen Abfahrtslinie Ausschau – Varianten gibt es hier genug. Von steilen Hängen bis hin zu sanften Rücken und Rinnen findet in dem weitläufigen Gelände jeder seine perfekte Abfahrt.

Blick in das Villgratental
Der Blick zurück macht Lust auf die Abfahrt

Bis zum Gipfelhang verläuft die Tour technisch einfach über den Osthang und die Alfneralm. Lediglich für die letzten 100 Höhenmeter müssen noch einmal die Spitzkehren ausgepackt werden. Bei guten Verhältnissen und mit etwas Erfahrung sollte dieser letzte Aufschwung aber keine Probleme mehr bereiten.

Skitourengeher am Weg auf das Gaishörndl im Villgratental
Im Hintergrund baut sich der Gipfelhang auf

Nach gut drei Stunden standen wir bei bestem Tourenwetter am Gaishörndl. Der Rundumblick am Gipfel ist einfach gewaltig: Man sieht tief in die Südtiroler Dolomiten, zu den Lienzer Dolomiten und in die Defregger Berge. Wenn man genau schaut, kann man sogar eineinhalb der Drei Zinnen entdecken.

Abfahrt vom Gaishörndl

Im oberen Bereich kann man sich auf dem großzügigen Osthang austoben. Je nach Lawinenlage bietet er ein breites Spektrum an genialen Abfahrtshängen, auf denen man immer irgendwo etwas unverspurtes Gelände findet.

Skitour: Abfahrt vom Gaishörndl in Osttirol

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Ab der Forststraße folgt man dann wieder dem Aufstiegsweg, auf dem man gemütlich zurück zum Ausgangspunkt fährt. Sicher unten angekommen, empfiehlt sich eine Einkehr in der gemütlichen Badl Alm, um auf die herrliche Tour anzustoßen.

Fazit

Das Gaishörndl zählt zurecht zu den beliebtesten Skitouren im Villgratental. Die Hänge im oberen Bereich lassen jedes Tourengeherherz höherschlagen, die Aussicht vom Gipfel ist einfach ein Traum und der hohe Startpunkt sorgt für eine gewisse Schneesicherheit.

Wenn es die Lawinensituation zulässt, sollte man diese Tour unbedingt machen, wenn man in der Gegend ist. Für die beiden Steilstufen sollte man jedoch schon ein wenig Erfahrung mitbringen. Absoluten Anfängern würde ich die Tour nicht empfehlen.

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