Top 10: Die schönsten 2-Tages-Wanderung mit Übernachtung

Meine ganz persönlichen Highlights

Diese 2-Tages-Wanderungen von Osttirol über Salzburg und der Steiermark bis ins Niederösterreich eignen sich perfekt fürs Wochenende: Mit einer Hüttennacht lassen sich damit wunderschöne Berge besteigen, wilde Regionen durchstreifen und große Touren angenehm auf zwei Tage aufteilen.

Inhaltsverzeichnis: Die schönsten 2-Tages-Wanderungen

Durch die Lienzer Dolomiten (2.285 m)

In zwei bis drei Tagen den wilden Gebirgsstock entdecken

Wanderer am Laserztörl in den Lienzer Dolomiten
Kurze Pause am Kerschbaumertörl; ganz klein im Hintergrund sieht man die Karlsbader Hütte

Die Lienzer Dolomiten sind ein wilder Gebirgsstock in Osttirol, der sich mit einer ausgiebigen Rundwanderung durchqueren lässt. Besonderes Schmankerl für Klettersteigfans: Immer wieder ließe sich die Wanderung – wenn man möchte – mit lohnenden Klettersteigen (wie der Verborgenen Welt oder dem Madonnen Klettersteig) kombinieren. Wem die Tour auf einen Rutsch zu lang ist, kann sie mit einer Nacht auf der Kerschbaumeralm und/oder Karlsbader Hütte aufteilen und so eine Nacht in diesem sagenumwobenen Gebirgsstock verbringen.

Auf den Großen Hundstod (2.593 m)

Einmalige Watzmann-Blicke

Blick vom Gipfel des Großen Hundstod auf den Watzmann
Der einmalige Blick vom Großen Hundstod auf den Watzmann entlohnt sofort für die Mühen des Aufstiegs

Der Große Hundstod ist ein fabelhafter Aussichtsberg. Freistehend am Rande des Steinernen Meers und in direkter Nachbarschaft von König Watzmann gelegen, eröffnet sein Gipfel einmalige Blicke in die umliegende Bergwelt. Der letzte Teil der Wanderung darf nicht unterschätzt werden. Es gibt einige leichte, aber ausgesetzte Kletterstellen zu überwinden, für die man alpine Erfahrung, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit mitbringen muss. Das Praktische: Merkt man unterwegs, dass einem das Finale zu wild ist, kann man einfach auf den Kleinen Hundstod ausweichen. Sein Gipfel bietet ähnlich tolle Ausblicke ins Steinerne Meer und die Hohen Tauern, ist aber deutlich einfacher.

Auf den Hohen Sonnblick (3.106 m)

Gletscherfreier 3.000er mit hochalpinem Grat

Der Hohe Sonnblick ist zweifelsohne eine der eindrucksvollsten Berggestalten im Salzburger Rauriser Tal. Auch wenn er nicht der höchste Gipfel der Goldberggruppe ist, zählt er allemal zu den bekanntesten. Allein schon dank des legendären Zittelhauses und der höchstgelegenen, dauerhaft bemannten Wetterstation Europas, die auf seinem Gipfel thronen. Der spektakuläre, hochalpine und äußerst anspruchsvolle Normalweg dorthin lässt keine Wünsche offen. Neben dem Zittelhaus direkt am Gipfel bietet sich als zweite, etwas ruhigere Übernachtungsmöglichkeit die herrlich gelegene Rojacher Hütte an.

Auf den Gamskarkogel (2.467 m)

Eine Nacht am höchsten Grasberg Europas

Sonnenuntergang am Gamskarkogel
Einmaliger Sonnenuntergang am Gamskarkogel

Nicht nur nach Rom führen viele Wege. Auch der Gamskarkogel kann über unterschiedlichste Routen vom Gasteiner- und Großarltal aus begangen werden. Nimmt man sich zwei Tage Zeit, empfehle ich die „Kogeltrilogie“ mit Tennkogel, Frauenkogel und Übernachtung am Gamskarkogel. Direkt am Gipfel des höchsten Grasbergs Europas liegt mit der Gamskarkogelhütte eine geniale Übernachtungsmöglichkeit. Neben bezaubernden Panoramen erlebt man hier unvergessliche Sonnenauf- und -untergänge.

Gamskarkogel Hütte mit Gipfelkreuz
Die Gamskarkogelhütte direkt am Gipfel

Auf den Hochkönig (2.941 m)

Übernachtung auf einem traumhaften Aussichtsberg

Bergsteiger mit Plateau des Hochkönigs
Kurzvorm Gipfel; im Hintergrund das weitläufige Plateau des Hochkönigs

Der Hochkönig ist ein wunderbarer Berg. Trotz seiner beachtlichen Höhe lässt sich der Gipfel relativ einfach über den Normalweg erreichen. Lediglich ein paar einfache Leitern und seilversicherte Passagen müssen überwunden werden. Mit Bergerfahrung, Trittsicherheit und gutem Schuhwerk sind diese Stellen gut machbar – unterschätzen sollte man den langen, hochalpinen Anstieg aber nicht. Was man unbedingt mitbringen sollte, ist eine wirklich solide Grundkondition. Alleine für den Aufstieg sollte man zwischen 5 und 6 Gehstunden (ohne Pause) einplanen. Das Matrashaus direkt am Gipfel ist da eine willkommene Übernachtungsmöglichkeit. Die Sonnenauf- und -untergänge hier sind der Wahnsinn!

Das Matrashaus am Gipfel des Hochkönigs
Das Matrashaus am Gipfel des Hochkönigs

Über den Keeskogel (2.884 m)

Ein alpiner Abenteuerspielplatz der Sonderklasse

Der Ostgrat des Keeskogels
Am Ostgrat des Keeskogels

Die Keeskogel Überschreitung ist eine großartige, anspruchsvolle Alpinwanderung durch einen ruhigen Teil des Nationalparks Hohe Tauern. Aufgrund ihrer Länge, der Orientierung und des hochalpinen Gesamtcharakters sollte man für die Tour ausreichend Erfahrung mitbringen. Für Bergsteiger ist der Keeskogel ein herrlicher Spielplatz. Seine Unerschlossenheit, das alpine Setting und die Einsamkeit, die man hier noch findet, sind die perfekten Rahmenbedingungen für ein großartiges Abenteuer im wilden Talschluss des sonst so sanften Großarltals. Selbst die einzige Übernachtungsmöglichkeit im Ali-Lanti-Biwak ist ein kleines Abenteuer für sich.

Das Ali-Lanti-Biwak
Klein aber fein: das Ali-Lanti-Biwak

Auf den Großen Priel (2.515 m)

Auf den Höchsten des Toten Gebirges

Bergsteiger am Gipfelgrat des Großen Priels
Einfach herrlich: der Gipfelgrat des Großen Priels

Zugegeben: Als gebürtiger Oberösterreicher hat der Große Priel bei mir natürlich etwas Heimvorteil. Die anspruchsvolle Wanderung (mit leichtem Klettersteig) ist aber auch ganz objektiv eine der schönsten Touren von Österreich. Die Ausblicke in das Tote Gebirge, der formschöne Gipfelgrat und eine Übernachtung im gemütlichen Prielschutzhaus sind nur drei Gründe von vielen, die diese Tour so besonders machen. Und dann gibt es da noch den Schiederweiher – eine Augenweide für sich, die man am Weg wunderbar mitnehmen kann.

Das Warscheneck bei Sonnenaufgang am Weg auf den Großen Priel
Sonnenuntergang auf der Terrasse des Prielschutzhaus

Über das Hochtor (2.369 m)

Auf den König des Gesäuses

Blick vom Gipfel des Hochtors
Am Gipfel des Hochtors

Das wilde Gesäuse in der Steiermark beheimatet viele schöne Wanderungen. Eine ganz besonders spektakuläre führt auf das 2.369 Meter hohe Hochtor, den höchsten Gipfel des Nationalparks. Die Wanderung ist jedoch nur erfahrenen Berggehern zu empfehlen. Man muss leichte Kletterstellen überwinden, die durchaus ausgesetzt sind. Aufgrund der Länge der Tour empfehle ich, sie auf zwei Tage aufzuteilen und eine Nacht in der herrlichen Hesshütte einzulegen.

Die Hesshütte im Nationalpark Gesäuse mit dem Hochtor im Hintergrund
Die Hesshütte mit dem Hochtor im Hintergrund

Über den Hochschwab (2.277 m)

Einer der großen Klassiker der Steiermark

Blick vom Gipfel über das Hochschwab Hochplateau
Wunderbar wanderbar: das Hochplateau des Hochschwabs

Die Hochschwab Überschreitung mit einer Nacht im Schiestlhaus zählt mit Sicherheit zu den schönsten 2-Tages-Wanderungen der Steiermark. Vom ersten Schritt an führt sie hinein in eine karge, wilde Bergwelt aus Fels, Latschen und weiten Hochflächen. Oben wartet mit dem Hochschwab-Gipfel einer der großen Klassiker der Steiermark – aussichtsreich, markant und überraschend weitläufig. Die Tour lässt sich perfekt mit öffentlichen Verkehrsmitteln durchführen: Vom Präbichl geht’s mit dem Linienbus zurück zum Seebergsattel.

Panorama beim Abstieg vom Hochschwab
Unterwegs am Hochschwab

Durch die Ötschergräben auf den Ötscher (1.893 m)

Wo Grand Canyon auf Rocky Mountains trifft

Blick vom Steigbuch zurück auf den kompletten Rauhen Kamm
Blick vom Steigbuch zurück auf den kompletten Rauhen Kamm

Die Ötschergräben sind nicht umsonst als „Grand Canyon Österreichs“ bekannt: Zwischen schmalen Steigen, türkisgrünem Wasser und rauschenden Wasserfällen zeigt sich das Mostviertel von seiner wildesten Seite. Wer die Runde mit dem Ötscher verbindet, bekommt aber weit mehr als eine gemütliche Schluchtenwanderung: 31 Kilometer, rund 1.735 Höhenmeter und der Rauhe Kamm, der echte Rocky-Mountain-Vibes hat, machen daraus eine lange, fordernde Bergtour mit großem Finale am Gipfel. Übernachtet wird im Ötscherschutzhaus.

Der Abstiegsweg vom Ötscher Richtung Ötscher Schutzhaus
Der Abstiegsweg vom Ötscher Richtung Ötscher Schutzhaus

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Griaß di!
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Ich heiße Daniel, bin Mitte 30 und liebe die Berge. Ich möchte dich mit Rauf und Davon für dein nächstes Bergabenteuer inspirieren und dir das nötige Know-how dafür mit auf den Weg geben. Dir gefallen meine Geschichten? Dann folge mir doch ☺️
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